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16. Mai 2007

Schulsozialarbeit als öffentlich geförderte, qualifizierte Beschäftigung

Zur Ablehnung von Ein-Euro-Jobs an Schulen im Land Brandenburg (Veto des Hauptpersonalrates gegen den Einsatz von Ein-Euro-Jobbern in Südbrandenburg) erklärt der amtierende Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft „Schule in Brandenburg“ der Linkspartei.PDS, Harald Petzold (Mitglied des Landesvorstandes):

Das Ansinnen des Bildungsministeriums, Ein-Euro-JobberInnen als Hilfskräfte an Schulen zum Einsatz zu bringen, zeigt, dass dieses Ministerium inzwischen ein reines Verwaltungs- und Vorschriftenministerium geworden ist und von Schule und deren Innenleben nichts, aber auch gar nichts mehr versteht. Das Veto des Hauptpersonalrates begrüße ich deshalb ausdrücklich.

DIE LINKE. fordert seit Jahren qualifizierte Schulsozialarbeit für alle Schulen des Landes. Wir haben dazu Vorschläge unterbreitet, u.a. durch die Regelung im Landesschulgesetz, dass mindestens eine Schulsozialarbeiterin bzw. ein Schulsozialarbeiter zum pädagogischen Personal einer Schule gehört und damit wie die Lehrkräftestellen dort vom Land zu finanzieren ist. Bei dieser Mindestforderung bleiben wir.

Dabei kann Schulsozialarbeit durchaus Bestandteil eines öffentlich geförderten Beschäftigungssektors sein. Sie bedarf aber qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Zukunftsperspektive in ihrer Tätigkeit, nicht mit der Option auf einen sechs-, neun- oder zwölf-Monate-Parkplatz. Einfach Hilfskräfte in die Schulen zu setzen, verkennt die hohen Anforderungen, die an Schulsozialarbeit heute gestellt sind. Damit sind Langzeitarbeitslose – bei aller Wertschätzung und Anerkennung ihres Willens zur Arbeit – ohne fachliche Begleitung und Qualifizierung überfordert. Ministeriumssprecher Breiding sollte seine arrogante Haltung gegenüber dem Hauptpersonalrat schleunigst ablegen und sich den Realitäten stellen. Ansonsten ist er nur der Papagei seiner Behörde.