18. August 2016 Anita Tack

Brandenburg muss Schlusslicht bei Stromtankstellen loswerden

Brandenburg ist bundesweit Schlusslicht beim Ausbau von Netzstellen für Elektro-Fahrzeuge: Laut MAZ vom 18. August  bringt es das Land lediglich auf 1,7 Ladepunkte pro 1.000 Quadratkilometer. Auf der gleichen Fläche hat Niedersachsen 9,8 Ladepunkte, Bayern 11,1 und Nordrhein-Westfalen sogar 36,8. Selbst das ähnlich dünn besiedelte Sachsen-Anhalt hat eine doppelt so hohe Netzstellen-Dichte wie Brandenburg. Dazu erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der LINKEN im Landtag, Anita Tack:

Die rot-rote Landesregierung hat sich in ihrer Koalitionsvereinbarung zur Förderung der Elektromobilität bekannt. Bisher gibt es zwar gemeinsame Förderprojekte mit Berlin wie das Aktionsprogramm Elektromobilität 2020. Das ist aber längst nicht ausreichend, um der notwendigen Wende hin zu einer nachhaltigen Verkehrspolitik gerecht zu werden. „Wer Elektromobilität will, muss mehr tun für den Ausbau der dazu notwendigen Infrastruktur“, sagte Tack. „Das kann der Staat nicht allein leisten. Die Fahrzeugindustrie muss stärker in die Verantwortung genommen werden.“

Um die international vereinbarten Ziele zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes zu erreichen, müsse zügig gehandelt werden. Das sei nur möglich, wenn Bund, Länder, regionale Wirtschaftsförderung und besonders die Auto-Industrie die Herausforderung endlich annehmen, so Tack: „Wer Elektroautos verkaufen will, darf nicht nur am Straßenrand stehen und warten!“