23. August 2016 Anita Tack

Paragraf 1 der STVO „Gegenseitige Rücksichtnahme“ muss in die Köpfe

Zur Brandenburger Unfallstatistik im 1. Halbjahr 2016 erklärt die verkehrspolitische Sprecherin Anita Tack:

Anders als im Bundestrend fällt die Brandenburger Unfallbilanz für das erste Halbjahr 2016 beunruhigend aus. Während bundesweit 1.450 Menschen ums Leben kamen (114 Menschen bzw. 9 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2015) verzeichnete Brandenburg in diesem Zeitraum 45 Verkehrstote (2015 waren es 46).

Diese nach wie vor hohe Zahl von Unfallopfern war in Brandenburg begleitet von einem Anstieg der Unfälle insgesamt um 2,7 % (auf 32 557 Unfälle). Im Mai krachte es besonders oft – hier stieg die Zahl zum Vergleichsmonat 2015 um 4,9 % auf 7 454 Unfälle.

"Diese alarmierenden Zahlen machen auf ein gesamtgesellschaftliches Problem aufmerksam. Wir brauchen mehr Verkehrssicherheit auf unseren Straßen. Und auch jetzt in der Urlaubszeit muss für alle Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme gelten. Alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sind aufgefordert, diesem Grundsatz gerecht zu werden ", so Anita Tack zum Anstieg der Unfallzahlen. Sowohl das individuelle als auch das gesellschaftliche Verantwortungsbewusstsein gilt es dafür weiter zu stärken.