16. August 2016 Margitta Mächtig, Andreas Bernig

Guter Strafvollzug misst sich an erfolgreicher Resozialisierung

Justizminister Stefan Ludwig hat heute eine Kooperationsvereinbarung zur „Zusammenarbeit bei der Eingliederung von Inhaftierten und Haftentlassenen des brandenburgischen Justizvollzuges in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt“ unterzeichnet. Dazu erklären die justizpolitische Sprecherin der LINKEN im Landtag, Margitta Mächtig, und der arbeitsmarktpolitische Sprecher Dr. Andreas Bernig:

Wir begrüßen den Abschluss dieser Kooperationsvereinbarung. Mit ihrer erfolgreichen Umsetzung kann der Auftrag des Brandenburgischen Justizvollzugsgesetzes, inhaftierte Menschen zu resozialisieren, besser umgesetzt werden. Resozialisierung senkt die Rückfall-Wahrscheinlichkeit und ist somit auch praktizierter Opferschutz. Aber die gelingende Integration in das Leben nach der Haft ist schwierig: Nach der Entlassung brauchen die ehemaligen Gefangenen Hilfe – vor allem durch Kommunikation, aber auch bei der Suche nach Arbeit, Lehrstelle und Wohnung und bei der Vermittlung passender Therapieangebote.

Diese Kooperation hilft, in dem Wirrwarr von Angeboten der Arbeitsagenturen und Jobcenter die jeweils passenden zu finden. Denn nur mit Ausbildung und Arbeit ist Teilhabe und damit Wiedereingliederung möglich. Solche Hilfsangebote sind Teil eines guten Übergangsmanagements nach der Haft. Denn allein durch die Haft ist Resozialisierung nicht zu erreichen.