20. März 2018 Pressemitteilung

Beschäftigungsrekord mit Schatten

Zu den heute veröffentlichten Zahlen des statistischen Landesamtes für Statistik Berlin-Branden­burg zu den Erwerbstätigenzahlen 2017 erklärt Martin Günther, Mitglied des Landesvorstandes DIE LINKE. Brandenburg:

"Ein Höchststand bei den Erwerbstätigen in Brandenburg ist eine erfreuliche Nachricht. Doch es bleibt viel zu tun. Auf der einen Seite sind noch immer zehntausende Menschen in Brandenburg ar­beitslos. Auf der anderen Seite müssen Brandenburgerinnen und Brandenburger teils zwei Stunden mehr in der Woche arbeiten, um das gleiche Geld zu erhalten wie anderswo in der Deutschland. Das passt nicht zusammen.

Die neue Bundesregierung ist aufgefordert, 27 Jahre nach der Wiedervereinigung endlich wirksame Maßnahmen für gleiche Löhne und Lebensverhältnisse in Ost und West zu ergreifen.

Noch immer findet ein Drittel der Beschäftigten in Brandenburg ihr Auskommen leider nur im Nied­riglohnsektor. Viel zu viele Beschäftigte haben einen Minijob statt eines regulären Arbeitsvertrages. Und auch die rasante Zunahme von Leiharbeit in Brandenburg lässt uns nicht kalt. Ein besonderes Problem ist zudem die zunehmende Befristung von Arbeitsverträgen.

Das MASGF hat mit seinem "Bündnis für gute Arbeit" in Brandenburg die Sozialpartner an einen Tisch gebracht – die Rahmenbedingungen müssen allerdings auf Bundesebene gesetzt werden.

Gegen die sachgrundlose Befristung und den Befristungswahn im Allgemeinen hat DIE LINKE. Bran­denburg auf ihren zurückliegenden Parteitag auch wieder klar Position bezogen. Wir wollen die sachgrundlose Befristung im öffentlichen Dienst beenden und damit ein deutliches Signal für die gesamte Wirtschaft setzen. Wir hoffen, dass die SPD Brandenburg da mitzieht."