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Treffpunkt

Die AG Soziales  trifft sich jeden 2, Mittwoch des Monats, um 18:30, in der Geschäftsstelle der LINKEN. Forst, Berliner Straße 22, 03149 Forst.

Termine 2010 im Überblick:

13.01.2010

10.02.2010

10.03.2010

14.04.2010

12.05.2010

09.06.2010

14.07.2010

11.08.2010

08.09.2010

13.10.2010

10.11.2010

08.12.2010

HARTZ IV Sanktionen aussetzen!

 

 

Ansprechpartnerin für die AG "SOZIALES IN FORST"

Uwe Neuer
Doris Dressler
EMail: forst@dielinke-lausitz.de

 

Unsere Arbeitsschwerpunkte

  • Hilfe bei der Arbeit mit Behinderten
  • Fragen zur Gesundheitspolitik
  • Hilfe bei Problemen für Bürger, die Grundsicherung erhalten,
    dazu gehören auch:
    • Rentner mit zusätzlicher Grundsicherung
    • sozial benachteiligte Familien, die trotz Arbeit noch Grundsicherung erhalten.
5 Jahre Hartz IV

Am 1. Januar hatte das Hartz IV – Gesetz seinen 5. Geburtstag. Für die Betroffenen heißt das, fünf Jahre Armut und Ausgrenzung per Gesetz. Unter Mitwirkung von SPD, Grüne, CDU und FDP wurde das Hartz IV – Gesetz im Sommer 2004 im Bundesrat verabschiedet. So konnte das Hartz IV – Gesetz der damaligen rot – grünen Koalition mit freundlicher Unterstützung von Union und FDP am 1. Januar 2005 in Kraft treten. Die Versprechen von mehr Beschäftigung, haben sich nicht erfüllt.

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aktuell
 

Die AG Soziales behandelte in ihrer Sitzung am 09. Juni das Thema:                          Sucht – Suchtkrankheit – Therapiemöglichkeiten und Suchtprävention.

Einen eigens dafür erstellten Fragenkatalog konnten die Mitglieder der AG anschließend, dem in die Sitzung eingeladenen Landtagsabgeordneten und Behindertenpolitischen Sprecher der Land-tagsfraktion DIE LINKE., Jürgen Maresch, übergeben. Dieser Fragenkatalog soll als Kleine Anfra-ge im Landtag eingebracht werden. Ein weiterer Punkt waren die veränderten Termine für die Hartz IV-Rechtsberatung durch den Rechtsanwalt Michael Elte. Diese werden ab sofort nicht mehr am Montag, sondern am Samstag in der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr in der Geschäftsstelle der LINKEN Forst durchgeführt. Termine 

Abschließend haben die Mitglieder der AG Soziales die Chance genutzt, dem Landtagsabge-ordneten Jürgen Maresch, Fragen zu aktuellpolitischen Themen zu stellen, die dieser sehr be-reitwillig beantwortete. Die AG möchte sich bei Jürgen Maresch für seinen Besuch und die Be-reitschaft, die Anfrage im Landtag für uns zu stellen, bedanken.


Verweis auf Lebensmittel - Tafel gesetzeswidrig!

Werden vom Eigenbetrieb Grundsicherung für Arbeitsuchende des Landkreises Spree - Neiße gegenüber ALG II - Empfänger Sanktionen verhängt, wird der Betroffene zur Sicherstellung des Le-bensunterhalt auf die Lebensmitteltafel verwiesen. Diese Praxis ist gesetzeswidrig.

Die Leistungen des Eigenbetriebes Grundsicherung für Arbeitsuchende dienen der Sicherstellung eines menschenwürdigen Lebens. Diese Sicherstellung ist eine verfassungsrechtliche Pflicht des Staates, die unabhängig von den Gründen der Hilfebedürftigkeit besteht. Vor diesen Hintergrund ist es unzulässig, einem unstreitig mittellosen Hilfeempfänger aus letztlich pädagogischen Grün-den Gutscheine für Lebensmittel zu verweigern. Unzulässig ist es aber auch, den Hilfebedürftigen in einer solchen Situation auf eine Lebensmitteltafel zu verweisen.

Lebensmitteltafeln sind ein staatliches hilfeergänzendes Angebot, basierend auf dem Grundsatz ehrenamtlichen Engagements. Sie dienen nicht der Abwälzung staatlicher Verantwortung für die Sicherung des Existenzminimums.

Dies lässt sich bereits aus den Tafel - Grundsätzen ableiten und wurde am 20.03.2009 vom So-zialgericht Bremen im Urteil S 26 AS 528/09 ER bestätigt. In der Urteilsbegründung wird auf das Urteil 1BvR 569/05 des Verfassungsgerichtes vom 12.05.2005 verwiesen.

AG Soziales

 


Meinungen zum Sparpaket

Offener Brief an die Bundeskanzlerin von Elke Krätsch

                                                                                                                  Forst, 21.06.2010

Sehr geehrte Bundeskanzlerin,

meine Frage an Sie, wie viele Milliarden wollen Sie noch im Sumpf der Banken versenken? Geld das Sie nicht etwa von den Banken zurückfordern, nein, diese Zeche müssen sozial schwache bezahlen. Sie betreiben einen Sozialabbau in noch nie da gewesenen Dimensionen. Haben Sie überhaupt ein Gewissen? Wo bleibt die Steuererhöhung für Reiche und Vermögende? Was zahlen Politiker in die angeblich leeren Kassen ein? Es müsste Ihnen bekannt sein das Sie mit diesem Sparpaket die Wirtschaftskriese nur verschärfen!

Ich möchte mich aber auch bei Ihnen bedanken. Danke, für die Wirtschafts- und Finanzkriese, danke, für die kranke Gesundheitsreform und auch danke, für die Ein-Euro-Jobs.

All dies hat Ihre Partei zu verantworten. Ihre Regierung ist nicht die Regierung des Volkes, von denen Sie gewählt wurden, sondern eine Regierung für Spekulanten und Abzocker, Besserverdienenden und Konzernbosse.

Ich hoffe und wünsche, dass diese Regierung auf Grund des öffentlichen Drucks bald verab-schiedet wird.

 

Mit nicht freundlichen Grüßen

Krätsch

 


Jetzt lässt die schwarz-gelbe Koalition ihre Maske fallen

Die Bundesregierung will 80 Milliarden Euro bis 2014 einsparen. In dem Papier, in dem die Bundesregierung die acht Eckpunkte des Sparpaketes festgelegt hat, wird von der christlich-liberalen Koalition zunächst festgestellt: „…Im Mittelpunkt unserer Politik steht der Mensch. Unser Ziel ist es, dass alle Menschen in unserem Land die Chance auf Wohlstand, sozialen Zusammenhalt und ein Leben in Freiheit und Sicherheit haben. …" Aber steht in diesem Sparpaket wirklich der Mensch im Mittelpunkt?

Mit mehr als die Hälfte des Bundeshaushaltes nehmen die Sozialleistungen den größten Posten ein. Offensichtlich gibt das der schwarz-gelben Koalition ausreichend Grund hier den Rotstift am stärksten anzusetzen. Vor allem im SGB II und SGB III sollen Pflichtleistungen in Ermessens-leistungen umgewandelt oder ganz entfallen. Das wird zur Folge haben, dass die Betroffenen noch mehr als bisher der Willkür der Argen und Eigenbetriebe für Grundsicherung ausgesetzt sind. Statt die Rechte von Hartz IV – Betroffenen zu stärken werden sie weiter entrechtet.

Um der bevorstehenden Altersarmut entgegenzutreten müssen die Rentenversicherungsbeiträge für Hartz IV – Empfänger deutlich erhöht werden. Stattdessen plant die Regierung die Beiträge zur Rentenversicherung für Hartz IV – Empfänger abzuschaffen. Damit werden Hartz IV – Empfänger doppelt bestraft. Nicht nur, dass sie unverschuldet in die Langzeitarbeitslosigkeit gelangten und keine sozialversicherungspflichtige Arbeit finden, erhalten sie für die Zeit ihrer Arbeitslosigkeit auch keine Rentenansprüche. Damit wird nicht nur die drohende Altersarmut der heutigen Hartz IV – Empfänger verschärft, sondern die schwarz-gelbe Koalition wälzt die Kosten der kommenden Altersarmut auf die Bundesländer und Kommunen ab, die für die Altersgrundsicherung aufkommen müssen. Hier stiehlt sich die Bundesregierung einmal mehr aus ihrer Verantwortung. Die Bundes-regierung saniert ihren Haushalt von heute auf Kosten der zukünftigen Haushalte der Bundes-länder und Kommunen.

Aber auch bei den Geringverdienern hat die Regierung Sparpotential entdeckt. So sollen Wohn-geldempfänger zukünftig keinen Heizkostenzuschuss erhalten, da nach Meinung der Bundes-regierung, der Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger eingeführt worden ist, als die Ener-giekosten auf einem historisch hohen Stand waren. Angeblich hat sich die Situation entspannt. Aber will die Regierung nicht sehen, dass die Kosten für Heizöl seit Beginn dieses Jahres kontinuierlich ansteigen? Statt den Heizkostenzuschuss anzupassen, schafft die Regierung ihn ab und saniert ihren Haushalt auf Kosten der Geringverdiener, die auf diese Leistungen ange-wiesen sind.

Die Betreiber von Atomkraftwerken sollen eine Brennelementesteuer entrichten. Damit will man die Kernkraftwerksbetreiber an der Sanierung des Atom-Müll-Endlagers Asse II beteiligen. Die Betreiber der Kernkraftwerke haben aber bereits Widerstand und eine gerichtliche Auseinander-setzung angekündigt. Sie sind wohl der Meinung, dass sie nur für die Produktion von Atommüll zuständig sind, aber nicht für deren Entsorgung bzw. Endlagerung! Das zeigt, wie wichtig der Ausstieg aus der Atomenergie für Deutschland ist. Deutschland verfügt derzeit über kein sicheres Endlager für Atommüll. Die Sanierung von Asse II entwickelt sich zu einer Sparbüchse ohne Boden und die Kernkraftwerksbetreiber sind nicht dafür verantwortlich?

Fazit:

Verlierer dieses Sparpakets sind Kinder und die sozial Schwächsten dieser Gesellschaft. Gewinner sind die Banken, die Spekulanten, Konzerne und Reiche. Die schwarz-gelbe Koalition spart auf Kosten der Schwächsten der Gesellschaft. So präzise die Kürzungen bei den Sozial-leistungen definiert sind, so verschwommen ist das Ziel bei der Wirtschaft, den Besserverdie-nenden und den Reichen. Sparen ja aber nicht bei dem Klientel von Schwarz-Gelb und vor allem nicht bei der Regierung. So haben sich die Bundekanzlerin und die Bundesminister erst vor kurzer Zeit ihre Gehälter kräftig erhöht. Am nächsten Tag wird bereits dem Volk erzählt: „Wir müssen sparen!" Während die Parlamentarier und Minister in Frankreich und England Kürzungen hin-nehmen mussten, ist dies in Deutschland ein Tabu. Sparen ja, aber nicht bei uns.

Deutschland braucht ein Sparpaket, das auf alle Schultern der Gesellschaft verteilt wird. Dabei darf es keine Tabus geben. Bevor man Kürzungen in den sozialen Bereichen erwägt, muss man über die Besteuerung der Besserverdienenden und Reichen nachdenken. So könnte der Spitzen-steuersatz angehoben und die Vermögenssteuer wieder eingeführt werden. Auch ein definitiver Abbau von Subventionen in der Wirtschaft enthält ausreichend Sparpotential. Das wäre ein sozialgerechtes Sparpaket.

Uwe Neuer, AG Soziales

AG Soziales in Forst

Die AG „Soziales“ in Forst hat sich formiert

AG Soziales Forst

Im März 2008 gründete sich die Arbeitsgruppe "Soziales in Forst" des Ortsverbandes Forst innerhalb des Kreisver-
bandes Lausitz der Partei DIE LINKE. In dieser Zeit fanden sich interessierte und engagierte Genossinnen und Genos-
sen sowie Sympathisanten zusammen, die sich in einer gemeinsamen Sitzung am 06.Mai 2009 als Arbeitsgruppe formierten. In offener Wahl wurde Uwe Neuer (hinten 2. von links) zum Vorsitzenden der AG gewählt. Als stellvertretende Vorsitzende  wurden Doris Dreßler (hinten 3. von links) und als Schriftführerin Elke Krätsch (vorn 3. von links) gewählt. Für die Öffentlichkeitsarbeit werden in Zukunft Uwe Neuer und Andreas Beckmann (hinten 1. von links) verantwortlich zeichnen. Weitere Mitglieder der AG Soziales sind Christine Wichmann (vorn 1. von links) und Marlies Mudra (vorn 2. von links).

In der Vergangenheit organisierte die AG Soziales bereits eine Veranstaltung zum Thema: "Hartz IV" Auch in Zukunft wird sich die AG mit wichtigen sozialen Themen beschäftigen, die vor allem den Bürgerinnen und Bürgern auf den Nägeln brennen. Interessenten und engagierte Mitstreiter sind in unserer AG jederzeit herzlich willkommen.