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2020

Erinnern. Mahnen. Handeln.

75 Jahre Hiroshima und Nagasaki

Plakat von ICAN „Danke für 100.000 Unterschriften“

Im aktuellen Newsletter bedankt sich ICAN für die Teilnahme Hunderter Menschen an den Aktionen zur Erinnerung an die Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki und Spenden für die Großplakat-Aktion aus diesem Anlaß.
Auch in Cottbus wurden Spenden für zwei Großplakate und Unterschriften mit der Forderung zum Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag gesammelt.

Wir danken Euch, dass Ihr dazu beigetragen habt, an den Jahrestagen am 6. und 9. August die Erinnerung wach zu halten.

Mit Eurer großzügigen Unterstützung war es an den Gedenktagen möglich, Bilder der Zerstörung aus Hiroshima und Nagasaki auf die St. Marienkirche und die Gedächtniskirche in Berlin zu projizieren. Eine Übersicht der Bilder von den Lichtinstallationen findet Ihr hier

Eure Unterstützung hat uns auch geholfen bei vielen Gedenkveranstaltungen das Banner mit dem Schrift “75 Jahre Hiroshima und Nagasaki mahnen: Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot jetzt!” zu zeigen. Bei der Plakataktion mit deutschlandweit 275 Werbeflächen wurden durch diese Spenden zehn Plakate gekauft. Die Plakate waren noch bis zum 17. August zu sehen.
Hier ist eine Galerie der vielen Bilder der Aktionen an den Jahrestagen.

Nochmal vielen Dank dafür! 

Doch die Arbeit von ICAN beschränkt sich nicht nur auf das Erinnern und Mahnen an Jahrestagen.
Das ganze Jahr über handeln wir, um politischen Druck aufzubauen, Städte und Bundesländer als Partner zu gewinnen, Veranstaltungen und Webinare zu organisieren. 

Unterstützt uns wenn wir fordern: Atomwaffen verbieten!

Euch allen ein schönes Wochenende, 

Anne und das Team von ICAN Deutschland

„Offene Worte“ - pm/bc

Gelder für sinnvolle Projekte

Blick über eine Tagebaulandschaft mit Wegweisern in verschiedene Richtungen: Freizeitpark, Tagebaumuseum, Truppenübungsplatz, Naherholungsgebiet, Irgendwas

DIE LINKE im Landtag: Die Kommunalvertreter vor Ort müssen in den Strukturwandel der Lausitz von einer Braunkohle- zu einer innovativen Region eingebunden werden

Für die Sitzung des Wirtschaftsausschusses im Brandenburger Landtag am 16. September beantragte die Fraktion der LINKEN, dass der Stand der Arbeit der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH (WRL) behandelt wird. Dieser Tagesordnungspunkt wurde jedoch kurzfristig gestrichen mit der Begründung, dass dies Aufgabe eines Sonderausschusses wäre, der aber erst gegründet werden muss.
Für Sebastian Walter, Fraktionschef der LINKEN im Brandenburger Landtag verhindert die Koalition aus SPD, Grünen und CDU damit die Sacharbeit zur Strukturentwicklung der Lausitz. „Diese Entscheidung ist nicht nur schlechter politischer Stil, sondern auch in der Sache selbst unverständlich“, zeigt sich Walter enttäuscht. Der Sonderausschuss muss sich erst konstituieren und planen. Wir verlieren wertvolle Zeit für die Strukturentwicklung der Lausitz – auch vor dem Hintergrund der laufenden Haushaltsverhandlungen.“ Aus seiner Sicht müssen dringend wichtige Fragen geklärt werden: „So ist die Erfassung, Koordinierung und Bewertung von Projektvorschlägen von Kommunen und Landkreisen dringend notwendig,“ erläutert Walter. „Über die erforderliche Beteiligung der Zivilgesellschaft reden wir seit langem. Die gewählten Kommunalvertreter werden nur unzureichend in die Projekte eingebunden. Nach wie vor besteht die Gefahr, dass das Geld nicht ausgegeben werden kann, weil es zu wenig Projektentwickler gibt. Auch der Fonds für die Zivilgesellschaft ist weiter offen.“ DIE LINKE hatte für den 16. September einen Bericht der Staatskanzlei „zum Aufbau eines Teilhabefonds mit dem Ziel der Förderung der Zivilgesellschaft im Rahmen der Strukturentwicklung in der Lausitz“ eingefordert. „Immerhin beschäftigt sich dort ein ein ganzer Stab mit diesen Aufgaben“, erklärt Walter. Dass der Wirtschaftsausschuss des Landtages sich nicht damit beschäftigen will, wertet er als Desinteresse an der zukünftigen Entwicklung der Lausitz. „Dieses Spiel auf Zeit ist unverantwortlich.“
Sebastian Walter, ehemaliger Gewerkschaftssekretär, will sich weiter für die Wirtschaftsentwicklung der Kohleregion einsetzen. Der Strukturwandel in der Lausitz soll durch drei Säulen finanziert werden. Durch Gelder von Land, Bund und der EU durch den so-genannten „Just Transition Fund“ (JTF). Der Bund überlege nun, die EU-Mittel aus diesem Fonds zur Verrechnung für ihr eigenes Bundesprogramm zu nutzen, damit er selbst weniger zahlen muss, berichtete am 17. September Christian Görke, Landtagsabgeordneter der LINKEN. Die EU-Mittel sollten jedoch direkt an die Länder als zusätzliche finanzielle Unterstützung augezahlt werden. Die Bundesregierung hatte bereits im Europäischen Rat zugestimmt, im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen für die Jahre 2021 bis 27 die Mittel für den JTF von ursprünglich 40 auf 17,5 Milliarden Euro zu kürzen.

René Lindenau

Für eine atomwaffenfreie Welt

– fangen wir in Deutschland damit an!

Friedenspfahl „Möge Frieden auf Erden sein“ und Friedensbanner „Hiroshima und Nagasaki mahnen - Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot jetzt!“

Schön war das Wetter, dunkel waren sinnbildlich gesehen, die Wolken, die über dem »Prima Wetter« in Cottbus/Chóśebuz lagen. Denn in einer Veranstaltung am 16. August 2020 ging es um Atomwaffen und ihrer Bedrohung des Friedens.

Aufgestellt wurde ein Friedenspfahl, der die Friedensbotschaft in vier Sprachen verkündet. Entsprechend unserer zweisprachigen Region auch einmal auf Sorbisch.

Besonderer Dank gilt hier Christiane Piniek, die für die korrekte sorbische Übersetzung der Beschriftung sorgte und sich mit einer Spende an der Finanzierung des Friedenspfahls beteiligte.
Durch die am 6. August eröffnete Ausstellung »Erinnerung an die Zukunft - Von Hiroshima & Nagasaki bis heute«, führte der Kurator Jochen Schmidt der Friedensbibliothek/Antikriegsmuseum. Die Ausstellung wurde von der Rosa-Luxemburg-Stiftung gemeinsam mit den Stadtverordneten der LINKEN Cottbus/Chóśebuz, in unsere Stadt geholt. Sie informiert und klärt auf über das Leid der Menschen nach den Atombombenabwürfen über Japan, Gefahren der „friedlichen Nutzung“ der Kernenergie und über Strahlenopfer in Gebieten von Kernwaffentests, die nur für die „Sicherheit“ der betreffenden Staaten durchgeführt wurden.
Die Exposition ist noch bis 19. August auf dem Gelände des „Alten Prima Wetter“ zu besichtigen.

Ein weiterer Höhepunkt war bei strahlenden Sonnenschein eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema. Die Moderation übernahm die unsere Landtagsabgeordnete, Marlen Block (DIE LINKE). Ihre Gäste waren Anja Mewes (Vorsitzende der Friedensglockengesellschaft e.V.),  Jochen Schmidt (Friedensbibliothek/Antikriegsmuseum Berlin), Johannes Oehler (ICAN - Kampagne für Atomwaffenverbot) und der LINKE Bundesgeschäftsführer, Jörg Schindler. Sie alle einte der unbedingte Wille nach atomarer Abrüstung und der letztlich völligen Abschaffung der Atomwaffen. Interessant wie erschreckend; viele Bürger wissen gar nichts von der Existenz von Atomwaffen auf deutschen Boden. Der Kampf für eine atomwaffenfreie Welt beginnt demnach mit dem Kampf gegen jene Unwissenheit. Dazu gehören zahlreiche Protestaktionen, man geht in die Schulen oder man arbeitet an Ausstellungsprojekten. Letztlich geht es darum, die Welt sicherer zu machen.
Einen guten Vorschlag machte Jörg Schindler (DIE LINKE). Statt wie gefordert jedes Jahr den Rüstungshaushalt um 2 Prozent aufzustocken, sollten die Militärausgaben jedes Jahr um 10 Prozent gesenkt werden. Auch eine Maßnahme die die Sicherheitslage um einiges verbessern würde.

Für eine atomwaffenfreie Welt – fangen wir in Deutschland damit an!

Wir fordern den Beitritt zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag durch die Bundesrepublik


Reaktionen in der Presse:

Bericht in www.die-kirche.de am 23.08.20

Bericht im NOVY CASNIK am 20.08.20 und im Internet NOVY CASNIK

Sonja Newiak

Erinnerung an die Zukunft

Von Hiroshima & Nagasaki bis heute

Eröffnung der Ausstellung vor dem Banner:„Erinnerung an die Zukunft - Ausstellung von Friedensbibliothek / Antikriegsmuseum“
Marlen Block eröffnet die Ausstellung
Im Ausstellungsraum sind die ersten Besucher

Den 75. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki nahmen die Stadtfraktion DIE LINKE und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg zum Anlass, mit der Ausstellung der Berliner Friedensbibliothek, den Auftakt zur Auseinandersetzung mit den Folgen und Bedrohungen atomarer Nutzung als Waffe oder in der Technik zu geben.

Am 6.8. 2020 eröffneten Madlen Block, stellv. Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg und Eberhard Richter, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE SVV Cottbus, die mahnende, sehr berührende Ausstellung und führten anschaulich vor Augen, dass die Gefahren atomarer Bedrohung mit dem Aufweichen der Rüstungskontrollverträge wieder stetig anwachsen und wir alle Kraft für das Erringen einer Welt ohne atomare Bedrohung einsetzen müssen.
Für die Bundesrepublik heißt das im Augenblick:  Macht den Widerstand gegen die Anschaffung moderner atomwaffentragender Kampfflugzeuge und gegen den Verbleib der US-Atomwaffen in Büchel stark und die Forderung nach Beitritt der Bundesrepublik zum
UN-Atomwaffenverbotsvertrag unabweisbar!

Die Ausstellung ist bis zum 19.8.2020 von Montag-Sonnabend 14-18 Uhr bei freiem Eintritt und Beachtung der Coronaregeln im „Alten Prima Wetter“, Großenhainer Bahnhof (neben dem Spreewaldtunnel) zu besichtigen.

Eingebettet in den Ausstellungsrahmen wird am 16.8.2020 um 11 Uhr im neuen „Prima Wetter“, gleich nebenan, ein Friedenspfahl enthüllt, der in vier Sprachen vom Friedenswillen kündet und auf den japanischen Dichter und Philosophen Masahisa Goi zurückgeht. Mit einem Politbrunch im Gedankenaustausch mit LINKE-Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler, einem Vertreter von ICAN und des Mayor for Peace, OB der Stadt Cottbus, wird die Auseinandersetzung mit dem Thema fortgesetzt.

Jochen Schmidt von der Berliner Friedensbibliothek führt dann selbst durch die Ausstellung.

Sonja Newiak

Zukunft ohne Atomwaffen

Weltweit wurden am 6. August zur Stunde des Atombombenabwurfs auf Hiroshima Mahnwachen gegen die Bedrohung durch Atomwaffen abgehalten. In Cottbus war dies um 1.15 Uhr.

DIE LINKE und Linksjugend Cottbus unterstützten Greenpeace Cottbus dabei, die zur Mahnwache aufgerufen hatten. Gemeinsam stellten wir in der sternenklaren Nacht Lichter im Peacezeichen zu auf. Die Bilder dieser Aktion ergänzen im Netz die Bilder weltweit.

#KeineKampfdrohnen

Unter dem Motto:

„Deine Stimme für Frieden und Abrüstung - Schreibe jetzt deinen Abgeordneten“

ruft das Netzwerk Friedenskooperative auf, sich aktiv in die Diskussion um die Aufrüstung der Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen einzumischen. Die versprochene breite öffentliche Debatte fand bisher nicht statt. Hier könnt Ihr Euren regionalen Bundestagsabgeordneten Eure Meinung mitteilen.

Sonja und Frithjof Newiak

Unerwartete Entdeckung

Urenkel am Grab seines Urgroßvaters

Alexander Kirichenko am Grabstein von I. F. Kirichenko

Das Video unserer Besuche an Ehrengräbern sowjetischer Soldaten anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus im April und Mai dieses Jahres übersandten wir auch der Russischen Botschaft. Von dort bekamen wir Antwort, Anerkennung und Interesse:
Alexander Kirichenko, Mitarbeiter der Wirtschaftsabteilung, entdeckte auf den Fotos vom Südfriedhof Cottbus seinen Familiennamen und bat um einen Besuch, der ihm und seiner Familie  Gewissheit geben sollte. Iwan Fjodorowitsch Kirichenko fiel bei den Kämpfen, noch ehe der Sieg in Berlin errungen war. Sein Urenkel  stand nun erstmals an seinem Grabstein und versicherte, mit seiner Familie wieder zu kommen.

Er drückte seine Befriedigung darüber aus, dass die Gedenkorte, die er in und um Berlin aufsuchen konnte, gepflegt sind und Würdigung durch die Bevölkerung erfahren und bat, die Botschaft zu informieren, wenn Schäden entdeckt würden.

Wir hatten noch anschließend Zeit für persönliche Worte und stimmten darin überein, welche Bedeutung gute Beziehungen zwischen Russland und Deutschland für ein Gedeihen Europas in Entspannung und Abrüstung haben würde. Das wäre auch ganz im Geiste seines gefallenen Urgroßvaters und all der anderen Gefallenen.

Wir sagen Danke!

Zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Doris Gehrke hat zuammen mit Wolfgang Gehrcke und Christiane Reymann die Initiative für eine Anzeige in russischen Zeitungen aus Deutschland in Form eines offenen Briefes zum 75. Jahrestag über den Sieg des Faschismus gestartet. Dieser wurde von vielen Initiativen unterstützt und in Volgograder Zeitungen veröffentlicht.
Jetzt liegt ein Brief vom 14. Mai 2020 des Bürgermeisters von Volgograd Vitaly V. Likhachev vor, in dem er sich für die Anteilnahme bedankt.


Offener Brief

Zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus: Wir sagen Danke!

Unter unfassbaren Opfern haben Ihre Familien, Ihre Eltern, Großeltern, Urgroßeltern die Hauptlast in der Anti-Hitler-Koalition daran getragen, Deutschland und Europa vom Faschismus zu befreien – mit der Roten Armee, als Partisanen, als Arbeitende im Hinterland. Dafür möchten wir Ihnen heute von ganzem Herzen danken.

Der Raub- und Vernichtungskrieg war von Deutschland ausgegangen; dass danach so viele Menschen in der Sowjetunion, in Russland bereit waren und sind, Deutschen Vertrauen entgegenzubringen und gute Beziehungen aufzubauen, berührt uns tief.

Nach der deutschen Vereinigung gab es ein kurzes Zeitfenster für einen Raum des Friedens und der Zusammenarbeit von Lissabon bis Wladiwostok. Leider wurde es nicht genutzt, stattdessen dehnt sich die NATO bis an die Westgrenze Russlands aus. Sie sieht in Russland wieder einen Feind, gegen den sie militärisch und propagandistisch aufrüstet. Das ist geschichtsvergessen und gefährlich.

Wir verneigen uns vor den Opfern, die dieser barbarische Krieg die Völker der Sowjetunion gekostet hat. Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! Dafür setzen wir uns ein.

Unterzeichnerinnen, Unterzeichner: ...

Brief vom 14. Mai 2020 des Bürgermeisters von Volgograd Vitaly V. Likhachev:

Sehr geehrter Herr Gehrcke und sehr geehrte Frau Reymann,

nehmen sie die herzlichsten Grüße aus Volgograd entgegen.

Ich danke Ihnen für die Übermittlung des offenen Briefes von politischen und gesellschaftlichen Kräften anlässlich des 75. Jahrestages des Sieges über den Faschismus  an unsere Adresse.
Ich bin tief berührt von Ihrer Anteilnahme und bin sehr froh, dass es in Deutschland für uns verläßliche Partner und wirkliche Freunde gibt, die unsere Ansichten und Überzeugungen teilen. Nur zusammen können wir etwas vorwärts bewegen für den Frieden auf der Welt und das Wohl unserer Völker.
Ich hoffe, daß sich in Zukunft wiederholt die Möglichkeit ergibt, die Zusammenarbeit fortzusetzen und ich würde froh sein, Sie unter den Ehrengästen internationaler Veranstaltungen in Volgograd zu sehen.

Abschließend erlauben Sie mir Ihnen eine fruchtbringende Arbeit und erfolgreiche Realisierung aller Initiativen und Pläne zu wünschen.

Bürgermeister                     gez. Vitaly V. Likhachev

8. Mai zum Feiertag machen!

vor 75 Jahren vom Faschismus befreit

8. Mai 2020 - Besuche an Gedenkorten

DIE LINKE. Lausitz hat gemeinsam mit der LAG Netzwerk Europäische Linke die Aktion
„8. Mai zum Feiertag machen“
unterstützt. Wir haben Gedenkstätten unserer Region besucht, Blumen oder Gebinde niedergelegt. Dem Aufruf von Esther Bejanaro folgend wurden so auch Gedenkstätten besucht, die etwas in Vergessenheit geraten waren.
Auffällig war, daß alle Gedenkstätten gepflegt werden. Unabhängig davon kann die eine oder andere Farbe, Putz oder auch eine Verjüngungskur vertragen. Das gehört in den Kontext, wie die Erinnerungskultur in Brandenburg entwickelt wird. Dazu gab es eine große Anfrage der Fraktion
DIE LINKE im Landtag.  Sie fragte, ob das Land genug dafür tut, die Erinnerung an die Menschheitsverbrechen wachzuhalten – die Antwort fiel kritisch aus. Außerdem brachte die Fraktion
DIE LINKE einen Entschließungsantrag „Wider das Vergessen: Gedenk-, Bildungs-und Erinnerungsarbeit in Brandenburg 75 Jahre nach dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa“ ein.

vor 75 Jahren Cottbus befreit

Heute vor 75 Jahren wurde Cottbus und weitere Orte der Umgebung vom Faschismus befreit. Namentlich bekannte Befreier, die hier ihr Leben ließen, sind der Soldat Panasewitsch und der Sergeant Kiritschenko.

Dezentrales Gedenken - macht mit!

Genau vor 75 Jahren tobten die Kämpfe in der Lausitz. Mahnmale erinnern an die Opfer.
Traditionelle Kranzniederlegungen wie in den Vorjahren sind nicht möglich. Deshalb ruft die VVN-BdA zum dezentralen Gedenken auf.

Ab dem 21. April bis zum 8. Mai soll an Orten, die an die Opfer des Faschismus und Widerstandskämpfer*innen erinnern, Schilder und Plakate den Befreiern danken.
Auch an Orten, die an Etappen der Befreiung erinnern, und auch im allgemeinen Stadtbild (z.B. an Straßenschildern) wollen wir rote Nelken oder bunte Blumensträuße niederlegen.
Diese Aktionen werden mit allen Menschen über die sozialen Medien geteilt werden.   

Esther Bejarano, Überlebende des „Mädchenorchesters“ im Vernichtungslager Auschwitz fordert in ihrer  Petition :

... Sonntagsreden, die Betroffenheit zeigen, reichen nicht...
Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes...

Beteiligt euch an der  Aktion!

Denkmale erinnern an die Befreiung vom Faschismus

Am 16. April 1945 begann die letzte sowjetische Großoffensive, die „Berliner Operation“, mit dem Ziel, den Krieg in Berlin zu beenden.

Ein Nebenstoß der 1. Ukrainischen Front unter Marschall Konjew wurde in südliche Richtung geführt. Hier kämpften auch polnische Truppen. Konjews Armee traf in Torgau auf die damals Alliierten amerikanischen Truppen.

Sonja Newiak

Im Jahr der 75. Jahrestage

Cottbuserinnen und Cottbuser vor dem Plakat: „Brandenburger sagen NEIN zu nuklearer Aufrüstung! Weg mit den US-Atomwaffen in Büchel!“

Der 75. Jahrestag der Befreiung und das Ende des 2. Weltkrieges stehen im untrennbaren Zusammenhang mit dem 75. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Die Welt war durch die neuen Krieger in das Zeitalter des Atomtodes und des Kalten Krieges gebombt worden, noch ehe sie zum Frieden wirklich zurückkehren konnte.

Seitdem kämpft die friedliebende Menschheit gegen die atomare Aufrüstung und den Irrglauben, den Frieden durch atomare Abschreckung sicherer zu machen. Die Chance der 90er Jahre, mit der Blockkonfrontation auch die (nukleare) Aufrüstung zu beenden, wurde vertan. Infolge des Vorrückens der NATO an die russische Grenze hat sich die Vorwarnzeit vor einem Angriff an der Trennlinie NATO-Russland auf wenige Minuten reduziert. Auch ein Fehler im Kontrollsystem oder ein politisches Missverständnis kann nun schon die atomare Katastrophe in Europa auslösen.

Drohungen mit der atomaren Vernichtung unliebsamer Regimes durch eingebildete Weltbeherrscher oder solcher von dero Gnaden sind ebenfalls eine tödliche Gefahr für Generationen.

Der UN-Atomwaffenvertrag von 2017, seit September 2017 zur Ratifizierung ausgelegt, von 81 Staaten unterzeichnet, von 32 ratifiziert, könnte eine atomwaffenfreie Welt für alle schaffen und verkörpert die Hoffnung der friedliebenden Menschheit.

Aber leider sind die NATO-Länder und die atomwaffenbesitzenden Länder unfähig und unwillig, diesen Schritt zu gehen.

Auch die Bundesregierung hält unbeirrt und zielgerichtet an der nuklearen Teilhabe fest, obwohl sie von Tausenden Menschen, von vielen Kommunen und vier ihrer Bundesländer aufgefordert wurde, dem Vertrag beizutreten. Sie müsste dann das vor 10 Jahren gegebene Koalitionsversprechen erfüllen, auch die 20 in Büchel gelagerten US-Atombomben wegschaffen zu lassen.

Sie tut das Gegenteil und lässt sich von den USA auch noch hinters Licht führen, schweigt dazu und verschweigt dies uns, den betroffenen Bürgern!

Die beabsichtigte Modernisierung der 20 in Büchel lagernden Atomwaffen wurde bereits im Herbst 2019 von den USA in geheimer Operation vorgenommen. Die 20 Atombomben wurden mal kurz durch die halbe Welt geflogen, digital aufgerüstet und ZURÜCKGEBRACHT ! Die Bundesregierung wurde kurz davor in Kenntnis gesetzt, uns Bürgern wurde die Gefahr, die von Transport oder einem eventuellem Unfall ausgeht, ganz VERSCHWIEGEN ! (dpa-Meldung in „nd“ 14.04.20).

Nun soll der Bundestag beschließen, für 7 Mrd. als nukleare Trägersysteme geeignete neue Kampfflugzeuge anzuschaffen. Die Antworten einer Vielzahl von Bundestagsabgeordneten quer von SPD bis CSU auf Aufforderungen, darauf zu verzichten, zeugen von erschreckender Ignoranz gegenüber allen Argumenten für ein aktives Beenden der nuklearen Rüstung.

Nehmen wir den 75.Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August und die unwillige Haltung der Bundesregierung zu Verzicht auf nukleare Rüstung zum Anlass, um gegen alle Aufrüstungspläne, konventioneller wie atomarer Art auf die Straße zu gehen. Der Ostermarsch 2020 findet im Herbst statt - für eine atomwaffenfreie Zukunft! Bis dahin:

Unterstützt den Appell von ICAN zur Unterzeichnung des UN-Atomwaffenvertrages, sammelt Unterschriften, stärkt die Kampagnen der Forderungen an die Bundesregierung!

60 Jahre Ostermarsch

2020 der 1. Virtuelle

Bundesweit war eine Vielzahl von Ostermärschen geplant. Corona zum Trotz und unbeirrt von der Absage von „Defender 2020“ wurden in vielen Orten virtuell die Forderungen nach Frieden, Abrüstung und Solidarität zum Ausdruck gebracht. Das Netzwerk Friedenskooperative hat eine zentrale Seite eingerichtet.
Viele sind auch unserem Aufruf gefolgt und haben sich an der Gestaltung unserer Seite beteiligt. Besonders gefreut haben uns die Fotos unserer tschechischen und französischen GenossInnen.

1. Virtueller Lausitzer Ostermarsch

Leider kann der 5. Lausitzer Ostermarsch dieses Jahr nicht auf der Straße stattfinden.

Auch wenn „Defender 2020“ vom Coronavirus zum Rückzug gezwungen wurde, die Politik der Kriegsbedrohung bleibt, solange nicht die Abkehr vom Aufrüstungsziel 2% des Bruttoinlandproduktes, von Rüstungsexporten und der Verzicht auf das Konzept der nuklearen Teilhabe durch die Bundesregierung beschlossen wurde.

Darum lassen wir den Ostermarsch nicht ausfallen. Statt draußen demonstrieren wir an unseren Fenstern und im Netz unseren unbedingten Friedenswillen:
Hängt  oder klebt zu Ostern Papierfriedenstauben oder andere eindeutige Friedenssymbole in Eure Fenster,  fotografiert Eure Fenster mit der Friedensbotschaft, verbreitet sie im Netz auf allen Kanälen und schickt sie uns für eine Bildergalerie per Email. (Veröffentlichung erfolgt anonym)

Mustertauben

Taube 1                            Taube 2                            Taube 3
Taube 4                            Taube 5                            Taube 6
Taube 7

Gemeinsamer Frieden in Europa

Aufruf: 5. Lausitzer Ostermarsch 2020

Im Jahr des 75. Jahrestages der Befreiung von Faschismus und Krieg, im Gedenken der 60 Millionen Toten des 2. Weltkrieges und der Not und Zerstörung wollen wir kein erneutes Wettrüsten. Wir sagen NEIN zu rollenden Panzern von West nach Ost, zu Demonstrationen militärischer Stärke und zur Zuspitzung von Konflikten zwischen der NATO, Russland und den Staaten des Nahen Ostens.
Frieden braucht das gemeinsame Gespräch zum Abbau von Konflikten, zur Schaffung wechselseitigen Vertrauens und zur Zusammenarbeit zum Wohle aller.

Wir erinnern an den Handschlag amerikanischer und sowjetischer Befreier auf der Torgauer Elbbrücke am 25.April 1945, der in Deutschland symbolisch für eine Welt in friedlicher Gemeinsamkeit steht. Dem steht die Militarisierung der EU und die Aufrüstung der NATO entgegen, darum fordern wir von der Bundesregierung:

  • Abrüsten statt aufrüsten – Ablehnung des 2%-Rüstungszieles = 80 Mrd. Euro = 20 % des Bundeshaushaltes
  • Beitritt der Bundesrepublik zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag mit allen Konsequenzen
  • Fördern friedenstiftende Dialoge mit allen Staaten der Welt, die im Krieg stecken bzw. davon bedroht sind
  • Beendigung von Manövern in Osteuropa, keine deutsche Beteiligung an deren Vorbereitung und Durchführung 
  • Erhaltung der NATO-Russland-Grundakte (Stationierungsverzicht von Kampftruppen beider Seiten in osteuropäischen Staaten) und Schaffung einer entmilitarisierten Zone, Bemühung um die Verbesserung der Beziehungen zu Russland
  • Ergreifung einer Initiative zur Aufnahme grundsätzlicher Verhandlungen zwischen NATO und Russland über Begrenzung konventioneller Waffen mit dem Ziel der Schaffung eines europäischen Systems gemeinsamer kollektiver Sicherheit, das Militärblöcke überflüssig macht
  • Keinerlei Beteiligung an der Militarisierung des Weltalls (Space-Force)

Unterstützer:

Friedenskoordination Cottbus, attac Cottbus, DIE LINKE. Lausitz, DKP, greenpeace Cottbus,
SPD Cottbus, DIE LINKE. Brandenburg, DIE LINKE. Sachsen, Friedensglockengesellschaft Berlin, Martin Schüler (Kunstmaler), Horst-Dieter Jatzlauk (Gutachter), Wolfgang Domeyer (Cottbus),
Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann (Senftenberg)

Am Bahnhof Cottbus

In Gemeinschaftsaktion mit der Friko-Cottbus realisiert.

Proteste gegen Kriegsmanöver „Defender 20“

vor dem Cottbusser Hauptbahnhof

Ca. 200 Brandenburger*innen nahmen an der Auftaktkundgebung der LINKEN. Brandenburg teil. Sowohl DIE LINKE als auch viele andere Akteure werden weiterhin mit Protesten das Kriegsmanöver „Defener 20“ begleiten. Die Landesvorsitzende der LINKEN, Anja Mayer, die Vorsitzende der Landtagsfraktion, Kathrin Dannenberg, und die Bundestagsabgeordnete Christine Buchholz, auch Mitglied des Parteivorstandes der LINKEN, unterstützten den Protest in der Lausitz.
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Auch in Tschechien beachtet
Rede unserer Landesvorsitzenden Anja Mayer zu "Defender 2020"
Rede unserer Fraktionsvorsitzenden Kathrin Dannenberg zu "Defender 2020"
Rede von Christine Buchholz MdB zu "Defender 2020"

Der ausgekungelte Ausstiegsplan

aus dem Kohlerundbrief 22.01.2020

Welchen Wert haben zäh ausgehandelte Kompromisse? Keinen!
Sie können in Lobbyrunden mit Bundesregierung und den Ministerpräsidenten ad acta gelegt werden. Das schafft Vertrauen in Politik!?
Im Lausitzer Kohlerundbrief vom 22.01.2020 kann man die Fakten und erste Reaktionen nachlesen.
LEAG soll 1,75 Milliarden ohne Gegenleistung bekommen!
                                  Foto: Lausitzer Kohlerundbrief vom 22.01.2020

Friederike Meier

Auf den letzten Drücker

Laut Abschaltplan bleiben viele Kohlekraftwerke länger am Netz als vorgeschlagen.

Die Autorin analysiert im Neuen Deutschland den Abschaltplan und sieht deutliche Abweichungen zum Kohlekompromiß. Wer profitiert???
Und wer verliert? 6 Dörfer werden dem Tagebau Garzweiler weiterhin geopfert!     zum Artikel
Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Reiner Braun

Nein zum NATO Kriegsmanöver Defender 2020

aus „Friedensforum“ Heft 1/2020

Im April und Mai 2020 veranstalten neunzehn NATO-Mitgliedsländer die Militärübung "Defender 2020", abgekürzt: DEF 20. Die Führung dieses Manövers übernehmen die USA, die dazu insgesamt 37.000 SoldatInnen abstellen wollen. Davon sind 17.000 bereits in Europa stationiert. Der Rest wird zusammen mit Panzern und Gerät aus Nordamerika eingeflogen und -geschifft. Mit 20.000 zusätzlichen SoldatInnen werden für eine einzelne Militärübung mehr US-amerikanische Truppen über den Atlantik gebracht als jemals seit dem Ende des Kalten Krieges.

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DFG-VK
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Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)

Die Bundeswehr sieht Defender Europe 20 als ein „deutliches Bekenntnis [der USA] zur Sicherheit Europas.“ Wir sehen in der geplanten Militärübung ein weiteres Kapitel der langen Geschichte gegenseitiger militärischer Provokationen der NATO und Russlands. Zudem ist die Verlegung einer ganzen Division samt ihrer Fahrzeuge, Geräte und Ausrüstung 4.000 Kilometer über See- und Landweg eine Katastrophe für die Umwelt. Wir haben deshalb im Dezember eine Stellungnahme veröffentlicht.