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in Bund und Land

Kathrin Dannenberg - MdL DIE LINKE
Kathrin Dannenberg - MdL DIE LINKE - am Mikrofon

Kathrin Dannenberg

Solidarisch gegen Nazis!

Rede von Kathrin Dannenberg auf der Kungebung am Vorabend des 1. Mai, organisiert vom bunten „Bündnis demokratisches Senftenberg“ gegen den Auftritt von Nazi Kalbitz in Senftenberg.

Liebe Mitstreiter*innen,

Eine Freundin schrieb mir gestern auf Facebook: Warum verschwendet ihr eure Kraft?

Ich sage: Es ist gut, dass wir hier sind! Ob jung oder alt, ob rot, grün oder schwarz, ob Gewerkschafter*in oder nicht.
Ja, es ist gut, dass wir hier sind und wir verschwenden nicht unsere Kraft - wir geben uns Kraft!

Diese Kraft gebe wir auch vielen Menschen, die heute nicht gekommen sind - weil sie sich nicht trauen, weil sie Angst haben?
Aber sie sehen, es gibt Menschen, die anders denken.
Nein, es ist keine Kraftverschwendung, denn:
Wir dürfen nicht leise sein, hinter der Gardine schauen, wenn die AfD aufläuft.
Ja, es ist richtig - wir müssen das aushalten, was sich da auf dem Marktplatz abspielt - so ist das in einer Demokratie, aber wir müssen es nicht akzeptieren, was dort gesagt wird.
Vielmehr müssen wir aufpassen, dass diese unsere Demokratie nicht vergiftet wird.
Die Würde eines jeden Menschen ist unantastbar. Mit diesem Satz beginnt unser Grundgesetz.  Dafür lohnt es sich zu kämpfen - jeden Tag, ob am Küchentisch, bei der Arbeit, in den Parlamenten oder auf den Straßen und Marktplätzen.
Immer und immer wieder stehen wir gemeinsam für ein friedliches, ein solidarisches Zusammenleben - hier in unserem Landkreis.

  • Für ein Zusammenleben ohne Ausgrenzung, Rassismus,
  • Diskriminierungen und Angst-
  • das ist das Gift, welches die AfD Stück für Stück in die Köpfe der Menschen spritzt.

Und damit werden sie nicht aufhören - und deshalb, liebe Freunde, ist es wichtig, dass wir hier stehen!
Wir wollen:

  •  Dass Frauen die gleichen Rechte haben, politisch aktiv sein können - nicht nur am Küchentisch!
  •  Dass alle Familien gefördert werden, nicht nur die klassische oder deutsche Familie!
  •  Dass der Staat alle Kinder unterstützt - nicht nur die deutschen!
  •  Wir wollen Teil dieser Europäischen Gemeinschaft sein - nicht nur in Deutschland.
  •  Konsequent gegen den von Menschen gemachten Klimawandel kämpfen und nicht so tun, als wäre dieser von Gott gemacht.
  •  Dass jeder von seiner Arbeit gut leben kann
  •  Dass niemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung diskriminiert wird,
  •  Dass niemand in Flüchtlingslagern unter unmenschlichen Bedingungen leben muss, oder in den sicheren Tod abgeschoben wird.
  •  Dass Kunst und Kultur sich frei entfalten können - ohne als links grün versifft diffamiert zu werden, wenn sie den Finger in die Wunde legen
  •  Für all das steht die AfD NICHT!!

Nein, liebe Freunde, Kalbitz ist gar nicht rechtsextrem, … sagt er. Er leidet offenbar nur an einer Selbstwahrnehmungsstörung.

  •  Denn er ist ein rechtsextremer „Flügelmann“ und er hat sich auch mit militanten Neonazis eingelassen.
  •  Noch immer distanziert sich die AfD Fraktion im Landtag nicht von ihm. Das sehen wir auch heute.

Sie sind gefährlich, sie wollen an die Macht.

  •  Gewaltsam können sie es nicht schaffen. Sie brauchen den Weg über Wahlen und Mehrheiten.
  •  So wie die Nazis in den Dreißigern, die auch erklärt hatten, alles werde legal ablaufen, aber danach werde man „den Staat in die Form gießen, die wir als die richtige ansehen.“
  •  Auch das offensichtliche Zusammenspiel von AfD und rassistischen Straßenprotesten erinnert an die Dreißiger.
  •  Dieses stimmenbringende Erfolgsmodell hat sich in Brandenburg etabliert. „Pegida“ und „Zukunft Heimat“, das ist die AfD auf der Straße.
  •  Eines ist sicher: Wenn wir sie ließen, würden sie ihre Messer herausholen. Sie würden ihre Zähne zeigen:
  •  Doch wer über ein geordnetes parlamentarisches Verfahren an die Macht kommen und die „Häuser“ besetzen will, muss sich einen Schafspelz umhängen.
  •  Die AFD’ler haben den Klang ihrer Stimmen mit Kreide – in „fein und lieblich“ - geschönt und ihre Wolfspfoten mit Mehl bestäubt, damit sie sich weiter im Haus breitmachen können, und nicht von den von ihnen so gehassten demokratischen Fraktionen daran gehindert werden, die sie so sehr verachten.

Der schrille Demonstrationsredner Kalbitz und die anderen seiner Crew haben ihre Sprache in den Parlamenten angepasst.

  •  Sie haben nichts anzubieten, außer Destruktivität, Nachplappern und verschrobenen Anti-Corona-Protest, - etwa durch den selbsternannten „Corona-Ketzer“ im Landtag, Hans Christoph Berndt, der das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes „als Symbol der Unterdrückung“ ablehnt.
  •  Doch oftmals blitzt das Wölfische durch den Schaftspelz: wenn sie von Gleichschaltung, Volksgemeinschaft, dem vollständigen Sieg, von Altparteien, Kopftuchfrauen, Messerstechern…reden

Sie wollen NS Sprache salonfähig machen.
Die AfD weiß um die Macht der Sprache:
Sie vereinnahme Worte für sich. Der Duktus ist immer der Gleiche.
Sie reden vom Untergang Deutschlands, vom Identitätsverlust, von der Bedrohung des deutschen Volkes durch Massen von Migrant*innen und vom Establishment, von Lug und Trug - von der Gefahr für die Demokratie.
Aber sie sind eine Gefahr für diese Demokratie - und das wird deutlich, wenn Höcke davon spricht, „ein paar Volksteile“ zu „verlieren“, die den Kurs der AfD nicht mitmachen wollen. Damit meint er „die zu schwach oder nicht willens sind“.

Das alles ist menschenverachtend, abstoßend, inhuman - und es ist gefährlich!

Liebe Freunde, wir müssen uns dieser Partei und dieser Bewegung entgegenstellen.
So was hätt einmal fast die Welt regiert!
Die Völker wurden seiner Herr, jedoch

Dass keiner uns zu früh da triumphiert -
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“
                                                                Berthold Brecht

Sie werden nicht durchkommen!
Wir sind mehr!
¡No pasarán!