Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

in Bund und Land

Colage aus Zeichnung von Coronaviren und dem Text:„Solidarisch aus der Krise: Gesundheit vor Profite!“

Helmut Scholz - MdEP - DIE LINKE

Wie kann man die Welt impfen?

Plenardebatte zur Rolle der EU in der Bekämpfung der COVID-19 Pandemie

Während sich in Deutschland ein Drittel der Bevölkerung jeglichen Aufforderungen und Einladungen verweigert, endlich den vorhandenen Impfstoff zu nutzen, steht in den meisten Ländern der Welt nicht genügend Impfstoff zur Verfügung.
Über die globale Impfallianz COVAX wurden inzwischen etwas über 500 Millionen Impfdosen verteilt. Mehr als das Zehnfache an Dosen werden jedoch benötigt. Doch das Spenden von Impfstoff ist unnötig schwer.
Die auf EU-Ebene ausgehandelten Klauseln mit den westlichen Pharmakonzernen wie Pfizer-Biontech enthalten Bestimmungen, nach denen sich die Konzerne beim Weiterverschenken von Dosen noch einmal bezahlen lassen. Sie begründen das mit der Preisdifferenz für den Impfstoff in Europa und afrikanischen Ländern. Tatsächlich lassen sich Astra-Zeneca und Kumpanen in den armen und ärmsten Ländern einen höheren Preis pro Impfdosis bezahlen, als in der EU.
Ich halte das für sittenwidrig. Weit über fünf Millionen Menschen sind inzwischen an COVID-19 gestorben. Viele von ihnen könnten noch leben.
Am Mittwoch, den 24.11.2021,  können Sie live mitverfolgen, welche Abgeordneten und politischen Parteien und Fraktionen sich dafür einsetzen, weltweit ausreichend Impfstoff dezentral herzustellen und anzubieten, und welche Parteien und Fraktionen statt dessen lieber den Gewinn der Pharmakonzerne absichern wollen.

Der Erfolg, den COVAX bislang erzielen konnte, geht übrigens zur Hälfte auf Impfdosen zurück, die von China gespendet wurden. Als Miteigner des Pharmakonzerns Moderna hätte die US-Regierung hier auch schon deutlich mehr leisten können. In der EU sperrt sich besonders Deutschland gegen ein zeitweiliges Aussetzen des Patentschutzes, auch wenn dieser dem Schutz von Leben im Wege steht. Statt dessen wird wohl auch lieber betont, dass der Haushalt der vordem bankrotten Stadt Mainz durch die Gewerbesteuern von Biontech komplett saniert wurde.

Hier können Sie ab 15 Uhr die Debatte verfolgen:
https://multimedia.europarl.europa.eu/de/plenary-session_20211124-0900-PLENARY_vd