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in Cottbus/Chóśebuz

Cottbus hat die Kraft!

Teilnehmer mit dem Schriftzug: „Kritik JA, Hetze NEIN!“

Nach dem Messerangriff durch einen Mann aus Pakistan in der vergangenen Woche riefen „Zukunft Heimat“ und AfD wieder zu Demonstrationen in Cottbus auf. Gleichzeitig wird bundesweit über die Aufnahme von Geflüchteten aus dem griechischen Lager Moria diskutiert.

Christopher Neumann, Vorsitzender DIE LINKE. Cottbus:

Die Messerattacke in der Straßenbahn war eine verabscheuungswürdige Tat. Daran gibt es nichts zu relativieren. Unser Mitgefühl gilt dem Opfer, dem wir von Herzen gute Genesung und Kraft wünschen.

Leider müssen wir aber erneut beobachten, wie die politische Rechte um die AfD und der rassistische Verein „Zukunft Heimat“ dieses Ereignis politisch für ihre Zwecke instrumentalisiert. Auf der gestrigen Demonstration in Cottbus wurde deutlich, wie die Handlungen eines einzelnen Tatverdächtigen dazu genutzt wird, pauschal Menschen mit Migrationshintergrund zu diskreditieren. Für uns ist klar: In unserem Rechtsstaat sind Polizei und Staatsanwaltschaft für Ermittlungen, Gerichte für Verurteilungen zuständig. Die menschenverachtenden Parolen der AfD helfen weder dem Opfer noch den Ermittlungsbehörden, sind aber der Spaltpilz für unsere Gesellschaft.

Um die Herausforderungen des Strukturwandels und der demografischen Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten bewältigen zu können, ist unsere Region zwingend auf Zuwanderung angewiesen. Das Schüren von Hass, wie es AfD und „Zukunft Heimat“ betreiben, schaden heute dem gesellschaftlichen Frieden und morgen unserem Wohlstand.

In Cottbus ist in den vergangenen Jahren immer wieder deutlich geworden, dass eine große Mehrheit der Menschen für eine weltoffene, tolerante und friedliche Stadt einsteht. Auch die Politik hat wiederholt solche Signale gesetzt. So beschloss die Stadtverordnetenversammlung im April dieses Jahres einen Antrag der Linksfraktion, wonach sich die Stadt dem Aufruf verschiedener Großstädte in ganz Deutschland anschließt, die freiwillige Aufnahme von Geflüchteten zu ermöglichen und mehr Engagement bei der Unterstützung unbegleiteter Minderjähriger zu zeigen.

Gerade angesichts der aktuellen Verwüstungen und der katastrophalen humanitären Situation im Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos wäre es ein wichtiges Zeichen, wenn der Oberbürgermeister dieses klare Bekenntnis bekräftigt. Die von der Bundesregierung angekündigte Aufnahme von 1.500 Geflüchteten aus Moria kann nur ein erster Schritt in die richtige Richtung sein. Die Tat eines Einzelnen darf nicht dazu führen, eine Welle der Intoleranz loszutreten, wie es die AfD anstrebt.

Cottbus ist eine Stadt, in der es viele Beispiele für eine gelungene Integration gibt.
Cottbus hat die Kraft auch weiteren Menschen zu helfen.

Falk Wagener

Nicht auf unserem Rücken!

bundesweiter Aktionstag in Cottbus

Demonstrierende vor der Stadthalle Cottbus

Der bundesweite Aktionstag „Nicht auf unserem Rücken!“ führte die Linksjugend-Lausitz, das Solidaritätsnetzwerk, das Frauenkollektiv und die Internationale Jugend zusammen und zu einer gemeinsamen Planung und Gestaltung der inzwischen zweiten Kundgebung am 18.07.20.
Die Bewältigung der Wirtschaftskrise, verstärkt und prägnant verdeutlicht durch die Corona-Krise, wird enorme Mittel benötigen. Aktuell wird in Brüssel über 750 Mrd. € verhandelt, wohlwissend, dass dieser Betrag nicht reichen wird.

Lange ist bekannt, dass die durchökonomisierung des Gesundheitswesens zu fatalen Folgen führte: personelle Unterbesetzung, Unterbezahlung der Pflegeberufe, mangelnde Bevorratung von Schutzausrüstung usw. Die Corona-Pandemie machte das überdeutlich.
Der Lockdown führte Familien, Soloselbständige, kleine und ittlere Unternehmen, Kunst- und Kultureinrichtungen, Klubs u.v.a. in Existenznöte, die nur teilweise durch staatliche Maßnahmen abgefangen wurden. 13 Millionen Menschen lebten in Deutschland laut Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung an oder unterhalb der Armutsgrenze. Ihre Lebenssituation hat sich weiter verschärft.

Die zentrale Frage bleibt: Wer trägt die Kosten?

Die etwa 30 Teilnehmenden auf dem Stadthallenvorplatz forderten, die Kosten der Krise nicht auf die Bevölkerung abzuwälzen.
BMW, Daimler, VW und Continental machten 2019 zusammen 30,2 Mrd. € Gewinn, schütteten 8,25 Mrd. € Dividende aus, aber erhielten vom Staat für 300.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld begleitet durch Befreiung von Solzialabgaben. Lufthansa bekommt 9 Mrd. € vom Staat und will dafür 20.000 Beschäftige entlassen!
Deshalb sollen diejenigen zur Kasse gebeten werden, die für Sozialabbau, Lohnkürzungen und Entlassungen verantwortlich sind. Das Konjunkturpaket der Bundesregierung begünstigt große Konzerne, die trotz der Krise auch weiterhin fette Dividenten und Boni auszahlen. Kleine Selbstständige und die Arbeiter*innen werden hingegen kaum berücksichtigt. In ihrem Redebeitrag forderte die Linksjugend-Lausitz Maßnahmen für eine Umverteilung von oben nach unten, einen Mindestlohn von 13 €, ein Ende der Privatisierungen insbesondere im Gesundheitssystem, Erhalt des Tarifsystems, Verzicht auf höhere Rüstungsausgaben und eine Wirtschaft, die sich am Gemeinwohl statt am Profit orientiert: Eure Krise nicht auf unserem Rücken!

Christopher Neumann - Ortsvorsitzender

LINKE unterstützt Cottbuser Tafel

Vertreter des Ortsvorstandes gemeinsam mit Kai Noack von der Tafel mit ehrenamtlichen Helferinnenn

Zweite Spendensammlung aus der Verteilung von Mund-Nasen-Masken brachte 300 Euro als Hilfe für die Cottbuser Tafel ein. Diese sucht dringend freiwillige Helfer*innen

Bereits in einer ersten Aktion hatten zahlreiche Cottbuserinnen und Cottbuser Mund-Nasen-Masken in der Geschäftsstelle der LINKEN gegen eine Spende erworben. Die eingenommenen Gelder kamen der Cottbuser Club-Kultur zugute, die in den zurückliegenden Lockdown-Monaten eine schwere Zeit durchmachen musste. In der zweiten Runde dieser Spendenaktion konnten nun wiederrum 300 Euro gesammelt werden.

Zur Übergabe besuchten der Cottbuser Ortsvorsitzende der LINKEN, Christopher Neumann sowie Vorstandsmitglied Sonja Newiak heute die Tafel in der Dostojewski-Straße. Im Gespräch mit Kai Noack, Geschäftsführer des Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V., welcher unter anderem die Cottbuser Tafel betreibt, tauschte man sich auch über die aktuellen Herausforderungen dieser wichtigen Einrichtung aus.

Nachdem auf Initiative der Linksfraktion in der Stadtverordnetenversammlung die Verwaltung aufgefordert wurde, die Tafel finanziell stärker zu unterstützen und in den vergangenen Monaten die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung hoch war, hat sich die angespannte Lage wieder etwas beruhigt. Ein größeres Problem stellt aktuell allerdings die Personalsituation dar.

So informierte Kai Noack darüber, dass freiwillige Helferinnen und Helfer dringend gesucht werden. Insbesondere fehlt es derzeit an Kraftfahrer*innen, welche bereit sind, sich ehrenamtlich für die Tafel zu engagieren. Interessierte können gern telefonisch unter 0355 430 36 38 Kontakt aufnehmen.

So beschämend es ist, dass es im wohlhabenden Deutschland Einrichtungen wie der Tafel bedarf, damit einkommensschwache Menschen mit Lebensmitteln versorgt werden können, so wichtig und unterstützenswert ist doch ihre Arbeit.

René Lindenau

„Cottbus dreht sich“

für die Rettung der Kultur

Plakat: „#Solidarisch durch die Krise“

In den Zeiten der Corona-Krise haben die Künstler besonders schwer an ihr zu tragen. Denn obwohl breite Teile der Gesellschaft inzwischen mehr und mehr zur Normalität zurückkehren, Kultureinrichtungen müssen ihre Türen noch immer geschlossen halten.

Deshalb luden Künstler für den 4. Juli 2020 in die Stadt Cottbus zu einem „Protest Walzer“ ein. Und es wurde nicht nur geredet, um auf die zunehmenden Existenzsorgen aufmerksam zu machen. Die bis heute andauernden mit Corona begründeten Schließungen ihrer Spielstätten führen zu Totaleinnahmeausfällen. Folglich fehlt das Geld, um ihren MitarbeiterInnen Gehälter zahlen zu können. Schlimmstenfalls stehen Theater, Klubs, Zirkusse u.a. vor dem völligen Ruin. Der Zirkus „Festival“ ist schon lange von der Solidarität der Cottbuser BürgerInnen, UnternehmerInnen und in der Umgebung ansässigen BäuerInnen abhängig, weil die fehlenden Einnahmen nicht nur für die Lebenshaltungskosten benötigt werden, sondern auch die Tiere regelmäßig versorgt und gefüttert werden müssen.

Es wurde getanzt, der „Protest Walzer“ gesungen und gezaubert - alles vor dem Hintergrund für die aktuellen Probleme der Künstler zu sensibilisieren.

Viele waren gekommen, um die Kunstschaffenden zu unterstützen.
Mögen die Entscheidungsträger in der Stadt und im Land ebenso ihr „Herz für die Kultur“ entdecken.

Cottbus trotz(t) Corona

Viele Veranstaltungen und Feste konnten und können leider aufgrund der Pandemie nicht stattfinden. Aber: „Geht nicht, gibt´s nicht!“

Freitag, pünktlich 11.30 Uhr, starteten von unterschiedlichen Standorten in Cottbus umweltgerechte Luftballons mit Wünschen der Cottbuser*innen in den blauen Himmel.
Die Aktion wurde vom Stadtteilladen & Bürgerverein Sachsendorf/Madlow initiiert und organisiert.
Sie soll als kleiner Ausgleich für das entgangene Bürgerfest verstanden werden. Gleichzeitig setzen alle Beteiligten ein Zeichen der Kooperation und des Zusammenhaltes im Stadtteil.
( Das Video vom Start)

Der  bunte Cottbuser Himmel soll aber auch als Lob an die Verantwortlichen in der Verwaltung, die „Krise“ entsprechend gemanagt zu haben, sein.

Wir, die LINKEN Cottbus, waren mit dabei, sammelten Wünsche ein und unterstützten die Sachsendorfer bei der Luftballonverteilung auf die vielen Standorte. Selbstverständlich hatten auch wir unseren Spaß und ließen 50 bunten, wunschbestückte Luftballons vor unserem Büro aufsteigen.

Was euch bewegt?!

„Bürgersprechstunde unter freiem Himmel“

Das „Rote Fahrrad“ der LINKEN

Empanadas, chilenische Musik und viele gut gelaunte Menschen – der späte Nachmittag des heutigen Donnerstag bescherte Cottbus die gelungene Auftaktveranstaltung der „Bürgersprechstunde unter freiem Himmel“ mit dem Motto „Was euch bewegt?!“.

Für die Landtagsfraktion waren Katrin Dannenberg und Marlen Block auf dem Cottbuser Stadthallenvorplatz für die vielen Fragen der Interessierten da. Auch ein großer Teil der Stadtfraktion DIE LINKE waren vor Ort und im regen Austausch.

Für eine Suppenküche in Santiago de Chile sammelten die Mitglieder des Vereins „Chile für die Welt Cottbus“e.V. Spenden. Es kamen über 300 € zusammen.

Das „neue deutschland“ veröffentlichte am 22.06.2020 einen umfassenden Bericht.

Die nächste Veranstaltung dieses Formates findet im August statt.

Cottbus ist nicht eure Kulisse!

Protest mit kreativem Schwung

Seit Mai versuchen „Zukunft Heimat“ und die AfD die Cottbuser Plätze und die Thematik „Corona“ für ihre kruden Zwecke zu vereinnamen.
Dienstags Abend wird nun regelmäßig protestiert - erst die einen, dann die anderen.
Darum waren wir am 10. Juni Teil der Initiative „Solidarisch durch die Coronazeit“ des Cottbuser Aufbruchs. Mit vielen tollen Menschen sorgten wir für „gute Energie“ und kreativen Protest auf dem Berliner Platz.

Das linke Motto zu Pandemiezeiten lautet „Kritik JA, Hetze NEIN!“.
Natürlich sind wir gern bereit über unterschiedliche Sichtweisen zu sprechen. Wogegen wir uns allerdings klar aussprechen, ist der Missbrauch ernsthaft zu diskutierender Themen durch die sogenannte „Alternative“, die mit den verkürzten, oft falschen Informationen und Lösungsvorschlägen die Stimmung in der Stadt aufheizen. Ein Bild bzw. Ohr konnten wir uns davon am 10. Juni selbst machen, denn von demokratischem Respekt war bei den von der vorherigen Versammlung Übriggebliebenen nichts zu merken. Trotz ihrer Schmährufe hatten gut 80 Menschen sehr viel Spaß und säuberten symbolisch den Platz mit einem Besenballett, geführt von Golde Grunske.
Für die gute Musik sorgten unsere Freund*innen von der „Grünen Kapelle“ sowie verschiedenen anderen Netzwerken. Einen kleinen Bericht und ein kleines Video lieferte die Lausitzer Rundschau.

LINKE fordert breites Bündnis gegen rechte Hygiene-Demos

Portrait Conny Meißner mit Losung: „Kritik JA - Hetze NEIN!“ und „Ähnlich wie bei den Auftritten von Björn Höcke im vergangenen Jahr wollen wir mit unseren Aktionen zeigen, dass Cottbus eine tolerante und weltoffene Stadt ist, deren Einwohner mehrheitlich nicht auf Verschwörungserzählungen reinfallen.“

Deutschlandweit finden vermehrt Proteste und Demonstrationen gegen die Eindämmungsmaßnahmen zur Begrenzung der Corona-Pandemie statt. Anlässlich der gestrigen Demonstration in der Cottbuser Innenstadt sagt Christopher Neumann, Vorsitzender der Cottbuser LINKEN:

Trotz der aktuellen Lockerungen waren die vergangenen Wochen mit erheblichen Belastungen für alle Menschen verbunden. Deshalb sind Diskussionen rund um die Eindämmungsmaßnahmenselbstverständlich zulässig und auch notwendig – solang sie faktenbasiert stattfinden. Gerade in Cottbus zeigt sich aber zum wiederholten Mal, wie die politische Rechte um die AfD und den rassistischen Verein „Zukunft Heimat“ die Sorgen und Fragen der Bürgerinnen und Bürger ausnutzt, um Verunsicherung zu streuen und eine Bühne für ihre menschenverachtende Ideologie zu schaffen. Bereits im Zusammenhang mit dem Zuzug von Geflüchteten ab 2015 haben sie dieses Prinzip angewendet und nun versuchen sie es wieder.

Menschen, die Fragen oder Sorgen haben, die in sozialer oder wirtschaftlicher Not sind, sollten sich an die zuständigen Stellen wenden, sich bei der demokratischen Partei ihres Vertrauens melden, sich mit ihrer Gewerkschaft in Verbindung setzen oder Hilfe bei Vereinen und Trägern suchen. Es gibt zahlreiche staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure, die derzeit bereit sind, „Berge zu versetzen“ um den Menschen in der aktuellen Krise zu helfen. Auch wir als LINKE haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Hilfsangebote etabliert.

Zu den Demos der Verschwörungstheoretiker und Nazis von „Zukunft Heimat“ gilt es da eher, räumlichen und geistigen Abstand zu halten. Dann kann sie auch niemand mit denen gleichsetzen.

Eine für gestern geplante Kunstaktion im Nachgang der Demonstration von AfD und „Zukunft Heimat“ wurde kurzfristig abgesagt. Dazu die stellvertretende LINKEN-Vorsitzende, Cornelia Meißner:

Gemeinsam mit vielen Partnern, von der „Grünen Kapelle“ über Kulturschaffende bis zu Gastronomen, wollten wir ein Zeichen dafür setzen, dass die große Mehrheit der Stadtgesellschaft demokratisch und solidarisch ist. In Anbetracht des massiven Polizeiaufgebots am Versammlungsort, für welches wir nach den Ausschreitungen in der Vorwoche absolut Verständnis zeigen, haben wir uns für eine Verschiebung entschieden. Die Einsatzdauer und –kosten sowie die damit einhergehenden Verkehrsbehinderungen wollten wir nicht unnötig verlängern.
Dennoch muss klar sein: Es braucht in den kommenden Wochen ein breites gesellschaftliches Bündnis, dass die menschenfeindlichen und gesundheitsgefährdenden Parolen der Rechten nicht unwidersprochen lässt. Cottbus darf nicht erneut zur Kulisse von AfD und „Zukunft Heimat“ werden, so als wären wir eine „braune Hochburg“. Deshalb ist es auch wichtig, dass sich die Verwaltungsspitze um Oberbürgermeister Holger Kelch klar dazu bekennt. Hier erwarten wir ein deutliches Signal.

Als Teil und Partner des Cottbuser Aufbruchs unterstützt die Cottbuser LINKE die Initiative „Solidarisch durch die Corona-Zeit“ und ruft dazu auf, dass sich die demokratischen Kräfte und bestehenden antifaschistischen Strukturen, von Gewerkschaften bis zu Kultureinrichtungen und Sportvereinen, dem Dialog anschließen, um Ideen und Konzepte zum Umgang mit den von rechts längst übernommenen sogenannten Hygiene-Demos in Cottbus zu entwickeln.

Solidarisch durch die Corona-Krise

Initiative des Cottbuser Aufbruchs

Mit der „Timurhilfe“, der Spende an „Die Tafel“ u.a. Aktionen hat DIE LINKE. Cottbus bereits Hilfe organisiert und trifft damit die Intension der Initiative. Gemeinsam wenden wir uns gegen den Mißbrauch der „Hygiene-Demos“ durch Verschwörungstheoretiker, Rechtspopulisten und Rechtsextreme.

Unterstützt die Intiative #solidarischdurchdiecoronakrise. Der Wortlauf der Initiative indem ihr eine Email an Lothar Judith sendet.

75 Jahre Befreiung

8. Mai 2020 Tag der Befreiung - DIE LINKE Cottbus

Cottbus befreit

75 Jahre - 22. April

Einband der Broschüre

Daniel Häfner und Bernd Müller haben in dieser Broschüre die Geschehnisse des 22. April 1945 im Großraum Cottbus dokumentarisch aufgearbeitet und weitere Cottbusser AutorInnen einbezogen.
Cottbus war in allen Bereichen Teil der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie.

Vorgestellt werden die Kriegsindustrie der Stadt, Täter und Opfer des „Dritten Reiches“, aber auch der Widerstand.  Download Broschüre

DIE LINKE unterstützt Cottbuser Glad House

– AfD greift erneut Freiheit der Kultur an

Bereits zum dritten Mal stellt die AfD im Brandenburger Landtag eine Anfrage zum Cottbuser Glad House. Die „Lausitzer Rundschau“ berichtete darüber. Dazu äußert sich Matthias Heine, Stadtverordneter und Mitglied der Cottbuser Linksfraktion:

Die Anfragen der AfD sind tendenziös und ein erneuter Angriff auf die Kulturfreiheit. Es soll der Eindruck erweckt werden, das Glad House wäre ein mit öffentlichen Mitteln finanzierter linker Szenetreff und Ausgangspunkt von Straftaten. Dem ist nicht so!
Das Glad House ist ein wichtiger Leuchtturm in der Kulturlandschaft unserer Stadt, macht wichtige Angebote für Kinder und Jugendliche und ist darüber hinaus einer der schönsten Veranstaltungsorte in Cottbus. Würde Herr Kalbitz mal einen Blick ins Programm des Glad House werfen und sich mit der Realität beschäftigen, wäre ihm das ausgewogene Angebot des Hauses aufgefallen.
DIE LINKE hat sich immer für den Erhalt des Cottbuser Glad House eingesetzt und wird weiterhin dazu stehen. Aus meiner Arbeit im Piccolo Theater weiß ich aus eigener Erfahrung, wie zermürbend es sein kann, wenn man von rechts außen ins Visier genommen wird. Wir sagen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Glad House deshalb: Haltet den Kopf oben. Wir stehen hinter euch. Die Kunst bleibt frei!

 

LINKE schlägt kommunale Unterstützung bei Umsetzung der Maskenpflicht vor

Nase-Mund-Maske mit Cottbusser Krebs

Seit dieser Woche gilt auch in Brandenburg die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im ÖPNV sowie im Einzelhandel.
In diesem Zusammenhang schlagen die Linksfraktion und der Ortsvorstand der Cottbuser LINKEN ein kommunales Programm zur Versorgung der Zivilbevölkerung mit wiederverwendbaren Schutzmasken vor.

Dazu erklärt Eberhard Richter, Vorsitzender der Linksfraktion in der Cottbuser Stadtverordnetenversammlung:

Wer einen Mund-Nasen-Schutz trägt, leistet einen Beitrag zum Schutz seiner Mitmenschen. Damit können diese Masken eine Voraussetzung für weitere Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen in den kommenden Wochen werden. In dieser außergewöhnlichen Entwicklung sehen wir eine Verantwortung der öffentlichen Hand, die Bürgerinnen und Bürger bei der Versorgung mit zu unterstützen.
Ein Vorbild kann hier das Land Bayern sein. Die dortige Landesregierung hat in großem Umfang Stoffe gekauft und an die Landkreise verteilt. Freiwillige stellen aus diesen Materialien Masken her und die Landkreise sorgen für die Verteilung. Ein ähnliches Verfahren schlagen wir für die Stadt Cottbus vor. Auch hier gibt es bereits zahlreiche Initiativen zum Nähen von wiederverwendbaren Masken: Vom Staats- und Piccolo-Theater bis zu engagierten Privatpersonen. Deshalb haben wir uns mit einem Brief an den Verwaltungsstab der Stadtverwaltung gewendet. Wir wollen damit zur Diskussion und zu einer kurzfristigen Lösung anregen. Die Stadt sollte hier koordinierend tätig werden.

Christopher Neumann, Vorsitzender des Ortsverbandes der Partei DIE LINKE, ergänzt:

Bereits in den vergangenen Wochen haben wir uns bei der Maskenherstellung und deren Verteilung engagiert. In Zusammenarbeit mit vielen freiwilligen Näherinnen und Nähern sowie dem Netzwerk #CottbusHilft fungierten wir als Annahmestelle für Stoffspenden. Die fertigen Masken konnten dann bei uns abgeholt werden. Viele Menschen haben dafür auch eine kleine Spende bei uns gelassen. Die entgegengenommenen Gelder kommen den Cottbuser Clubs und Kneipen zugute.
Da der Bedarf an Masken in den kommenden Wochen stark steigen wird, sind solche privat organisierten Initiativen zunehmend überfordert. Deshalb regen wir ein städtisches Engagement an. Wir stehen dabei gern mit unseren Erfahrungen und Kontakten zur Verfügung.
Eine so organisierte Verteilung von Mund-Nasen-Schutzmasken wird darüber hinaus sicherlich zu einer stärkeren Akzeptanz dieser Maßnahmen in der Bevölkerung beitragen.

Offener Brief an den Leiter des Verwaltungsstabes Cottbus Thomas Bergner.

Späte Einsicht

Zum vorliegenden Antrag der CDU-Fraktion „Ausstiegskonzept für Erweiterung Einkaufszentrum Blechen-Carré“ erklärt der stellv. Vorsitzende der Cottbuser Linksfraktion, Matthias Loehr:

Die Einsicht der Cottbuser CDU, sich von dem Vorhaben der Erweiterung des Einkaufszentrums Blechen Carré zu verabschieden, kommt spät. Hoffentlich nicht zu spät.

Erst im April 2018 stellte der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) dem Flächeninhaber eine neue Baugenehmigung aus. Diese gilt leider bis zum 25. April 2024 und die rechtlichen Hürden, die Zusage zu widerrufen, sind hoch. Zuvor votierte die Cottbuser Stadtverordnetenversammlung im September 2016 mit großer Mehrheit für den Satzungsbeschluss der Stadtverwaltung zum neuen Bebauungsplan. Lediglich die Linksfraktion machte bereits damals deutlich, dass sie zum Vorhabenträger Becker/Haas keinerlei Vertrauen mehr hat und warb für Ablehnung der erneuten Fristverlängerung.

Mit Blick auf den schon jetzt hohen Leerstand sehen wir auch keinen Bedarf anzusätzlicher Verkaufsfläche. In den vergangenen zehn Jahren ist der Baustart für die Erweiterung des Blechen-Carrés in der Cottbuser Stadtpromenade zigmal verschoben worden. Der Schandfleck in der Innenstadt ist somit seit Jahren das größte Ärgernis der Cottbuserinnen und Cottbuser.

Trotz dieser Entwicklung wird die Linksfraktion dem vorliegenden CDU-Antrag zustimmen, auch wenn die Christdemokraten damit versuchen, sich vom Saulus zum Paulus zu verwandeln.

Thälmanns Geburtstag

Alljährlich organisieren die Sandower GenossInnen eine ehrendes Gedenken des Internationalisten und Antifaschisten Ernst Thälmann an seinem Geburtstag, dem 16. April. Dieses Jahr ist alles anders. Deshalb konnte nur das alte Laub und Unkraut beseitigt, neue Blumen gepflanzt und ein Blumenstrauß am Gedenkstein niedergelegt werden.

Ernst Thälmann wurde zur Wende als nicht mehr für die Namensgebung einer Schule für würdig befunden. Als  beispielgebender für heute wurde da Kolumbus erwählt, zwar ein „Entdecker Amerikas“ aber auch einer der ersten Kolonisatoren Mittelamerikas.

Unvergessen bleibt Thälmann trotz Irrtümer und Fehler wegen seiner Unbeugsamkeit gegenüber dem Faschismus. Bereits kurz nach dem Reichstagsbrand wurde er am 03. März 1933 von den Nazis verhaftet, über 11 Jahre in Einzelhaft gehalten und  wahrscheinlich auf persönlichen Befehl Hitlers im KZ Buchenwald ermordet.
Seine Wahlkampfaussage:

                             Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler. Wer Hitler wählt, wählt Krieg!

bewahrheitete sich auf tragische Weise.

Timurhilfe

Linke Soli-Aktion „Timur und sein Trupp“

In Zeiten wie diesen heißt es ZUSAMMENSTEHEN.
Darum helfen auch wir sehr gern.

Mitmenschen aus Cottbus und Umgebung, die derzeit Probleme haben, ihre persönlichen Besorgungen des täglichen Lebens zu erledigen, bieten wir unsere Hilfe an.
Es geht insbesondere um Lebensmittel, Drogerieartikel und Medikamente aus der Apotheke.

Wenden Sie sich an uns:  

cottbus@dielinke-lausitz.de  oder

Montag und Donnerstag von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr telefonisch unter 0355 - 22 44 0.

Ihr „Einkaufszettel“ muss bitte immer folgende Angaben enthalten:

  • Name  -  Anschrift  - Telefonnummer
  • Menge und möglichst genaue Artikelbezeichnung.

Wir organisieren die Auslieferung für den nächsten Tag - also Dienstag und Freitag - zu Ihnen nach Hause.
Die Bezahlung erfolgt bitte (möglichst passend) in Bar – selbstverständlich gegen Vorlage eines Kassenbons.

Weitere Hilfsangebote, beispielsweise Gassi-Dienste für Haustiere und eine Notfall-Kinderbetreuung, prüfen wir aktuell.
Sollte es hierzu Bedarf geben, melden Sie uns diesen bitte auf gleichem Wege.

Dieses Angebot gilt ab sofort und bis auf Weiteres. Wir wollen damit einen Beitrag zu den aktuell an vielen Orten entstehenden Initiativen zur Nachbarschaftshilfe leisten. In diesen schwierigen Zeiten ist es umso wichtiger, dass wir als Gesellschaft zusammenrücken und denjenigen helfen, die darauf angewiesen sind. Das Gebot der Stunde lautet also: Solidarität!

Die Timurhilfe ist Mitglied der Inititative #Cottbushilft

Christopher Neumann        Conny Meißner
Ortsvorsitzender                  stellv. Ortsvorsitzende

Vereint gegen Kapp-Putsch

Vor 100 Jahren Niederschlagung des militaristischen Putsches

Im Wissen um den historischen Bezug zu unserer politischen Gegenwart, dem Erstarken reaktionärer, militaristischer und faschistischer Kräfte, erinnerten wir an die erfolgreiche, weil entschlossene und gemeinsame Abwehr eines profaschistischen Sturzes der Weimarer Republik  durch einen Generalstreik, ausgerufen durch die Gewerkschaften, die SPD, KPD und USPD.
Die Mobilisierung der Arbeiter und Arbeiterinnen gegen den Versuch der reaktionären Militaristen, die erkämpften Errungenschaften der Novemberrevolution zu nichte zu machen und Versailler Vertrag zu revidieren, war gewaltig.

Die 16 Todesopfer und den entschlossenen Mut, mit dem sich die Cottbuser Arbeiter und Arbeiterinnen gegen die anmarschierenden Truppen Kapps und von Lüttwitz‘ entgegenstellten, konnte DIE LINKE. Cottbus infolge der nun allgemeinen Gesundheitsmaßnahmen nicht wie geplant im „BildungsBlock“  würdigen. Auch die öffentliche Ehrung musste sich dem unterordnen.

Als sichtbares Zeichen im öffentlichen Raum leuchten daher nur die roten Nelken, die wir am Sandower Gedenkstein und an der Gedenktafel am Spremberger Turm anbrachten.

Da auch die Sonderausstellung zum Kapp-Putsch und den Ereignissen in Cottbus gegenwärtig nicht besucht werden kann, ist eine Zusammenfassung auf der Internetseite des
Stadtmuseums Cottbus zusehen.

Sonja Newiak
DIE LINKE. Cottbus, Aktiv Sandow

Verantwortung und Solidarität

Protestpolka ist abgesagt

Am gestrigen Mittwochabend, 11.03.2020, haben wir, Appell von Cottbus, entschieden, unsere geplante Demonstration „Platzverweis dem Faschisten Höcke“ am 14.03.2020, abzusagen. Wir zeigen uns verantwortungsvoll gegenüber unseren Demo-TeilnehmerInnen und möchten zum jetzigen Zeitpunkt die aktuelle Epidemie von COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) nicht beschleunigen.

Das Robert-Koch-Institut hat am 11.03.2020 eine Handlungsanweisung „Allgemeine Prinzipien der Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlung für Großveranstaltungen“ herausgegeben. In dieser wird beschrieben, dass Massenveranstaltungen, und dazu gehört im kleineren Umfang unsere geplante Demonstration, dazu beitragen, dass das Virus schneller verbreitet werden kann. Seit Dienstag sind drei Fälle in Cottbus bekannt, in denen sich Personen mit dem Virus angesteckt haben. Es wird empfohlen, möglichst nur für Versorgungsgänge rauszugehen und private Kontakte auf das Notwendigste zu reduzieren.

Aus den vorhergenannten Gründen, möchten wir die Verwaltung der Stadt Cottbus und die Sicherheitsorgane nicht zusätzlich belasten und unnötige Kräfte binden, welche an anderer Stelle im Moment notwendiger und sinnvoller eingesetzt werden können und müssen.

Auf die Durchführung der Demo zu bestehen, entspricht nicht unserer Vorstellung von Solidarität und gegenseitiger Rücksichtnahme.

Für uns bedeutet die Absage der Veranstaltung keinen finanziellen Schaden, es wird andere Veranstalter wie zum Beispiel unseren FC Energie Cottbus, das Glad House oder Messeveranstaltungen härter treffen.

Vor allem kleinere Betriebe sind von der Epidemie sehr stark wirtschaftlich betroffen. Wir als Appell von Cottbus möchten uns solidarisch zeigen und mit unseren zivilgesellschaftlichen Mitteln einen Beitrag dazu leisten.

Wir wünschen der Verwaltung der Stadt Cottbus, dem Carl-Thiem-Klinikum Cottbus, der Feuerwehr Cottbus, der Polizei Cottbus, dem Technisches Hilfswerk THW OV Cottbus und allen daran beteiligten MitarbeiterInnen sehr viel Kraft und gutes Gelingen bei den bevorstehenden zu bewältigenden Aufgaben.

Mit freundlichen Grüßen
Euer AppellvonCottbus

Platzverweis für den Faschisten Höcke!

Tanzen bis die Socken qualmen!

Plakat: „Was hilft bei Faschist Höcke? Protest-Polka!“ #unteilbar, #AppellvonCottbus, #wannwennnichtjetzt

Wir wollen keine Hetze, Panikmache vor Flüchtlingen und keine rassistischen Statements von Höcke, Kalbitz & Co in unserer Stadt.
Auch mit Blick in die Zukunft mit Struktur-, Klimawandel und anderen Herausforderungen wollen wir ein solidarisches und friedliches Miteinander. Das zeigen wir am Samstag, dem 14.03.20 - die echte Alternative für unsere Heimat. Wir tanzen Polka bis die Socken qualmen.

Darum: Mundwinkel hoch, Musik laut, Protest-Polka getanzt und ein schönes Trillerpfeifenkonzert.
Bringt Geschirr, Kaffee und Kuchen mit und lasst uns zeigen, wie schön und lebenswert Cottbus ist!

Kommt alle zur Stadtpromenade /Ecke Postparkplatz um 16 Uhr. Lasst uns deutlich und laut sein!

Wir sind Viele! Cottbus ist bunt!

Protest gegen „Defender20“

Mahnwachen auf der Bahnhofsbrücke

Seit Tagen rollen wieder US-Panzertransporte durch Cottbus, die zum Kriegsmanöver „Defender20“ an die polnische Ostgrenze befördert werden. Deshalb meldete DIE LINKE. Cottbus kurzfristig Mahnwachen von 12 - 14 Uhr für den
4.- 6. März  auf der Bahnhofsbrücke
an. Die Mahnwachen werden durch die
Friedenskoordination-Cottbus unterstützt.
weitere Protestaktionen

Mahnwache #Hanau

Wieder starben Menschen durch rassistischen Terror

Dem Aufruf von #Appell von Cottbus folgten spontan etwa 50 Cottbusserinnen und Cottbusser und trafen sich auf dem Altmarkt zur Mahnwache, um der Opfer des Anschlags in Hanau zu gedenken. Die Mahnwache begleitete die „Grüne Kapelle“.

„Nulltoleranz“? Ja! - gegenüber Hetze, Nationalismus, Rassismus und Gewalt. In den Gesprächen sprachen sich die Menschen gegen Hass, Gewalt und Ausgrenzung aus.

Wir müssen alles  tun, damit Cottbus eine bunte, offene und tolereante Stadt bleibt und unser Land kompromislos gegen alle Formen von Rassismus, Ausgrenzung und Gewalt vorgeht, sowie den Scharfmachern und Hetzern entgegentreten, wo immer sie andere Menschen verunglimpfen und/oder bedrohen.

Cottbus bleibt bunt!

75. Jahrestag der Bombardierung von Cottbus

4 Plakate „Cottbus ist bunt“ vor den Menschen auf dem Stadthallenvorplatz

Anlässlich des 75. Jahrestages der Bombardierung von Cottbus, fand heute der Sternmarsch statt. Aus vier Stadtteilen kommend, trafen sich rund 1.000 Bürger*innen, um den Opfern der Bombardierung zu Gedenken und ein Zeichen gegen Faschismus und Krieg zu setzen. 
Besondere Beachtung fand der Redebeitrag von Prof. Dr. Heike Radvan von der BTU Cottbus- Senftenberg:

Wir haben eine Verantwortung als deutsche Gesellschaft für die Verbrechen der Nationalsozialisten. Verantwortung heute heißt zu allererst aufrichtiges und konkretes erinnern an alle Menschen, die betroffen waren von den Bombardierungen. Und es heißt auch, daraus zu lernen und Verantwortung in der Gegenwart zu übernehmen. Dazu möchte ich drei Punkte benennen:

  1. Verantwortung heute bedeutet, nicht mit Feinden der Demokratie zu kooperieren
  2. Verantwortung heute bedeutet, aktuellen Antisemitismus wahr zu nehmen und heutiges jüdisches Leben
  3. Verantwortung heute bedeutet auch, Geflüchtete zu unterstützen

Vollständiger Redebeitrag

Christopher Neumann

Gedenken an Karl und Rosa

Panoramafoto: Das Denkmal „Für die Opfer des Faschismus und Militarismus“ mit dem Redener und den Plakaten „Freiheit für Julien Assange“ und „Keine Kriegsmanöver in Europa“

                                                                                                                                                                                               Fotos: Frithjof Newiak
Aus der Rede von Christopher Neumann - Vorsitzender des Ortsverbandes DIE LINKE. Cottbus:

„Wir gedenken heute des 101. Jahrestags der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Beide genossen zu Lebzeiten – und bis heute – großes Ansehen in der internationalen Arbeiterbewegung. Ihr Kampf für Gerechtigkeit und Frieden gilt noch heute als wegweisend. Nicht zuletzt für ihr klares Bekenntnis gegen den Krieg und als führende Köpfe des sozialistischen Flügels in der Novemberrevolution, wurden sie am 15. Januar 1919 von Soldaten der Garde-Kavallerie-Schützen-Division ermordet.
Rosa Luxemburg warnte schon sehr frühzeitig vor den Gefahren eines kommenden Krieges der europäischen Großmächte und prangerte den deutschen Militarismus und Imperialismus jener Zeit an. 1906, acht Jahre vor Beginn des Ersten Weltkrieges, wurde sie für ihre klaren Äußerungen das erste Mal zu einer zweimonatigen Haftstrafe verurteilt ...“ Die komplette Rede

Cornelia Meißner

Entspannt abgehoben

NJE2020 der Air Cottbus startet ins neue Jahr

Blick in den Veranstaltungssaal

England, Frankreich, Polen, Bulgarien, Slowakei, Russland, Italien, das Saarland und Nordrhein-Westfalen – neun Partnerstädte hat Cottbus. Diesem Thema widmete sich das Veranstaltungskonzept des diesjährigen Neujahrsempfangs der Stadt und imitierte einen Flug in der „first class“ der Stadthalle und mit Blick aus dem „Bullauge“ auf zukünftige Projekte. Dabei wünscht sich die Stadtspitze Offenheit und Freude am Austausch. Besonders kulinarisch wurde man diesem Motto gerecht. Doch vor dem großartigen Buffet, das viele Spezialitäten der befreundeten Regionen bereithielt, stand ein gut zwei Stunden währendes Programm auf dem „Flugplan“. Es wurde getanzt und gesungen, geredet und geehrt. In das Buch der Stadt konnten sich fünf engagierte Cottbuser*innen eintragen: Rosita Dräger, Sprecherin und Initiatorin der Selbsthilfegruppe Multiple Sklerose I, Karola Morys, Initiatorin der Vorlesegruppe „Lesefuchs“, Gert Streidt, bisheriger Direktor der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz, Manfred Buder, Sportlegende aus Sachsendorf sowie Torsten Schmidt, Vorsitzender des Cottbuser Kindermusicals.

Um die Lausitzer auf den Weg beim kommenden Wandel in der Region mitzunehmen, sprach Christian Hirte, der Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Beauftragter für die ostdeutschen Bundesländer, vor allen Dingen von den großen Chancen. Konkretes ließ seine Rede vermissen. Auch Ministerin Kathrin Schneider (SPD) stimmt auf große Ziele ein. Sie spricht dabei über verschiedene Erfolge, wie beispielsweise die Ansiedlung von Arbeitsplätzen bei der Knappschaft und dem RAW, aber auch über die erweiterte Unterstützung der Universität und dem Aufbau der medizinischen Ausbildung in Cottbus. Die Chefin der Potsdamer Staatskanzlei wünscht sich sich viele Menschen, Unternehmen, Institutionen und Verbände mit ihren Ideen und Stärken einbringen. So sagte sie gegenüber der Lausitzer Rundschau: „Gefragt ist ein neues Miteinander. Auch die neue Landesregierung arbeitet entschlossen für eine wirtschaftlich starke und lebenswerte Lausitz mit Cottbus als einem wichtigen Zentrum. Wir wollen die Lausitz zu einer europäischen Modellregion für Klimaschutz und Wirtschaftswachstum entwickeln, wo viele Menschen gut bezahlte Arbeit finden.“ Weiter heißt es in der Lausitzer Rundschau: Dafür seien aber auch ein friedlicher Umgang miteinander und ein Klima der Akzeptanz erforderlich. Schneider weiter: „Wir müssen gemeinsam für das tolerante und weltoffene Cottbus eintreten. Die Stadt ist bunt, sie bleibt bunt.“ Dafür gab es demonstrativen Beifall.

In Vertretung für den „Captain“, Oberbürgermeister Holger Kelch, übernahm Marietta Tzschoppe die Rolle der „1. Offizierin“ im Cockpit und gab Auskunft über Pläne und Projekte der Stadt. Dabei dürfen sich die Cottbuser wohl am meisten über ein Wochenende im Juli freuen, denn dann dürfen ein Wochenende lang die öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei genutzt werden.

Auf dem Neujahrsempfang in der Cottbuser Stadthalle versammelten sich etwa 1000 geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft und engagierter Bürgerschaft und hatten wohl einen guten Flug.

(Zitierte Quelle: Lausitzer Rundschau vom 09.01.2020)