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2021 in Cottbus/Chóśebuz

Marx unvergessen

Straßenschild: Karl-Marx-Straße/K. Marxowa droga mit einem bildnis von Marx und einem Blumenstrauß geschmückt

Vor 154 Jahren formuliert: „Der ehemalige Geldbesitzer schreitet voran als Kapitalist, der Arbeitskraftbesitzer folgt ihm nach als sein Arbeiter; der eine bedeutungsvoll schmunzelnd und geschäftseifrig, der andre scheu, widerstrebsam, wie jemand, der seine eigne Haut zu Markt getragen und nun nichts andres zu erwarten hat als die - Gerberei.“ (Karl Marx „Das Kapital“ )
Er konnte nur nicht vorhersehen, welch gigantischen Ausmaße der Finanzmarkt annehmen und welchen Einfluß er ausüben würde.

Karl Marx zählt zu den bedeutendsten Philosophen des 19. Jahrhunderts und bis heute zu den bekanntesten Deutschen. Er wurde am 5. Mai 1818 als drittes Kind des Anwaltes Heinrich (1777-1838) und Henrietta Marx (1788-1863) in Trier geboren.
Von 1830 bis 1835 besuchte Karl Marx das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier.
Ab 1835 studierte er in Bonn und Berlin Rechtswissenschaft. In Berlin verkehrte er im Doktorklub, einem Zirkel junger Linkshegelianer. Unter diesem Einfluss beschäftigte er sich zunehmend mit Geschichte und Philosophie. Im Jahr 1841 promovierte er an der Universität in Jena mit dem Thema „Differenz der demokritischen und epikureischen Naturphilosophie" zum Doktor der Philosophie. Wegen seiner politischen Betätigung blieb ihm allerdings eine akademische Laufbahn in Preußen verwehrt.
Im Oktober 1842 wurde Karl Marx in Köln Chefredakteur der „Rheinischen Zeitung für Politik, Handel und Gewerbe", die verschiedene oppositionelle Strömungen vereinigte. Aufgrund seiner radikalen kritischen Artikel zu politischen und sozialen Fragen des Rheinlands wurde die Zeitung durch die preußische Regierung ab 31. März 1843 verboten.
Am 19. Juni 1843 heiratete Karl Marx Jenny von Westphalen (1814-1881). Mit ihr hatte er sieben Kinder, von denen allerdings vier bereits im Kindesalter starben.
Mit seiner Frau übersiedelte Marx im Oktober 1843 nach Paris. Dort knüpfte er enge Kontakte zu den Führern der französischen Arbeiterbewegung und zu Mitgliedern der Pariser Gemeinde des Bundes der Gerechten. Außerdem unterhielt er rege Beziehungen zu Deutschen, die in Paris Zuflucht gefunden hatten. Ende August 1844 traf Friedrich Engels auf seinem Weg nach Deutschland in Paris ein. Zwischen beiden entwickelte sich eine enge Freundschaft. Die erste gemeinsame Publikation erschien im Februar 1845 in Frankfurt am Main unter dem Titel „Die heilige Familie“.
Marx hatte sich in Paris auch an der Redaktion des deutschen Wochenblatts „Vorwärts“ beteiligt, das den Absolutismus der deutschen Länder angriff. Auf Betreiben der preußischen Regierung wurde er aus Paris ausgewiesen und ging Anfang 1845 nach Brüssel.
In Brüssel gründete Karl Marx mit Friedrich Engels Anfang 1846 das Kommunistische Korrespondenz-Komitee. Ihr Ziel war der organisatorische Zusammenschluss von revolutionären Sozialisten und Kommunisten und die inhaltliche Diskussion von Grundfragen der proletarischen Theorie und Politik mit diesen. Die Einflussnahme auf führende Vertreter des Bundes der Gerechten führte im Jahr 1847 zur Gründung des Bundes der Kommunisten. Im Auftrag des 2. Kongresses des Bundes der Kommunisten arbeiteten Karl Marx und Friedrich Engels das Programm des Bundes aus, dass im Februar 1848 in London unter der Bezeichnung „Manifest der Kommunistischen Partei“ erschien. Das Programm beginnt mit den Worten „Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kommunismus“ und endet mit dem Aufruf: „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“
Der Ausbruch der Märzrevolution in Deutschland 1848 ermöglichte Karl Marx die Rückkehr nach Köln. Dort war er einer der Führer der revolutionären Bewegung in der preußischen Rheinprovinz und gab die „Neue Rheinische Zeitung. Organ der Demokratie“ heraus. Die Zeitung erschien am 19. Mai 1849 zum letzten Mal und Marx wurde erneut von der preußischen Regierung ausgewiesen. Über Paris ging er im August 1848 nach London ins Exil. In London konzentrierte sich Karl Marx auf sein wissenschaftliches Hauptwerk, der kritischen Darstellung der kapitalistischen Produktionsweise. 1859 erschien „Zur Kritik der politischen Ökonomie“ und 1867 der erste Band seines Werkes „Das Kapital“. Der zweite und dritte Band wurde postum durch Friedrich Engels in den Jahren 1885 und 1894 ediert.
Seit den 1860er Jahren wirkte Marx wieder als Organisator der Arbeiterbewegung. Unter seiner Mitwirkung wurde im September 1864 in London die Internationale Arbeiterassoziation gegründet. Er entwarf die Statuten und das Programm der IAA. Außerdem hielt er engen Kontakt zu den führenden Vertretern der deutschen Arbeiterbewegung und unterstützte ihre politische Arbeit. Ab 1871 arbeitete er an der von Wilhelm Liebknecht herausgegebenen Zeitschrift „Der Volksstaat“ mit. Kritische Hinweise zum Programmentwurf der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Deutschlands fanden ihren Niederschlag in den von Marx im Jahr 1875 geschriebenen „Randglossen zum Programm der deutschen Arbeiterpartei“.
Zunehmende gesundheitliche Probleme verhinderten die Vollendung seiner ökonomischen Arbeiten.
Karl Marx starb am 14. März 1883 in London und wurde auf dem Highgate Friedhof beigesetzt. In seiner Grabrede verglich Friedrich Engels ihn mit Charles Darwin. Wie dieser das Gesetz „der Entwicklung der organischen Natur“ entdeckt habe, so habe „Marx das Entwicklungsgesetz der menschlichen Gesellschaft“ entdeckt...

Grit Ulrich
Quelle: https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Virtuelle-Ausstellungen/190-Geburtstag-Von-Karl-Marx/190-geburtstag-von-karl-marx.html

Sonja Newiak

Solidarisch gegen Nazis

Das kleine Senftenberg ganz groß!

Kundgebung in der Schloßstraße
Kundgebungsteilnehmerinnen mit Plakaten: „Nazi bleibt Nazi - kein Platz für Rassismus und Hass - DIE LINKE“, „Bundestag nazifrei! Nein zu AfD! Nein zu Kalbitz!“, „Senftenberg bleibt bunt“

Mit sieben linken Cottbusser*innen unterstützen wir am Vorabend des 1. Mai das bunte „Bündnis demokratisches Senftenberg“ und die „linksjugend-solid“, die sich gegen den Auftritt des Faschisten Andreas Kalbitz für die AfD OSL auf dem Marktplatz der Stadt mit je einer Kundgebung links und rechts davon (Einmündungen Kreuzstraße und Schlossstraße) zur Wehr setzte.
Lautstark und zahlenmäßig auch - trotz Kalbitz-Auftritt - den AfD-Zuhörern überlegen, bekundeten die Sprecher verschiedener Bündnispartner sehr prononciert und engagiert:
Wir Demokraten lassen uns den 1. Mai als internationalen Kampftag für Solidarität und Arbeiter*innenrechte nicht von rechts wegnehmen.
Wir stehen zusammen für den Erhalt der Demokratie und Menschlichkeit für jeden, gleich welcher Herkunft, Hautfarbe und Lebensart, gegen den Missbrauch der Pandemiefolgen für das Einschleichen von faschistischem Gedankenungut in die Gesellschaft.

Sehr begrüßt wurden auch die klaren Statements des „neue bühne“ - Chefs Manuel Soubeyrand, des DGB Südbrandenburg Marco Bedrich und MdL Kathrin Dannenberg, umrahmt von Musik, lautstarkem Trommeln, Rasseln, Sprechchören.

Beendet wurde die Kundgebung nach Dauertrommeln während der Kalbitzrede mit dem gemeinsamen Singen bei Abstandwahrung und Maske aller drei (!!!) Strophen der Internationale zur Gitarre.

Cottbus, da kannst Du Dir ´ne Scheibe abschneiden!                                                  Fotos: Frithjof Newiak

Frithjof Newiak

Cottbus/Chóśebuz–Sicherer Hafen!

Mahnwache der LINKEN und Bündnis 90/Die Grünen mit den Plakaten:„Flüchtlinge willkommen! Gegen Rassismus und rechte Gewalt! - DIE LINKE“ und „Seebrücke Lausitz - Kein Mensch ist illegal“

In der heutigen Tagung der Stadtverordnetenversammlung stand der Antrag
„Cottbus/Chóśebuz–Sicherer Hafen“, eingereicht von DIE LINKE, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN, zur Abstimmung und wurde angenommen!

Um diesen Antrag zu unterstützen, fand vor dem Tagungsort eine Mahnwache statt, die sowohl bei den Stadtverordneten als auch die Besucher*innen des Marktes die Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken wollte. Die Begründung des Antrages:

Im Jahr 2020 sind laut UNHCR weitere 1.066 Menschen bei ihrem Versuch, Europa zu erreichen, im Mittelmeer ertrunken.Gleichzeitig harren tausende Menschen in Lagern an den EU-Außengrenzen aus. Das Camp Moria bzw. das Nachfolgecamp Kara Tepe auf der griechischen Insel Lesbos steht dabei sinnbildlich für die unzureichenden hygienischen Zustände sowie die mangelhafte Lebensmittel- und medizinische Versorgung.
Dieser humanitären Katastrophe schaut die Stadt Cottbus/Chóśebuz nicht tatenlos zu. Die Stadtverordnetenversammlung hat bereits in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass sie sich für die freiwillige Aufnahme von Menschen in Not ausspricht – zuletzt durch den Beschluss des Antrags 010/20 (Beteiligung der Stadt Cottbus/Chóśebuz an der Initiative mehrerer Städte zur freiwilligen Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter). Über die gesetzlich vorgegebenen Quoten hinaus engagiert sich unsere Stadt für die menschenwürdige Unterbringung und Unterstützung von Geflüchteten. Auch wenn der Kommunalpolitik bei der Bekämpfung von Fluchtursachen lediglich der Appell bleibt, kann sie diesen durch die symbolische Deklaration zum „Sicheren Hafen“ verstetigen und bekräftigen.

Wie zu erwarten, gibt es Menschen, die durch Flüchtlinge verunsichert sind bzw. diese ablehnen, aber es gab auch viel Zuspruch. Ein Erlebnis besonderer Art war, daß ein heute getrautes Flüchtlingsehepaar sich bei den Demonstrierenden für ihr Engagement bedankte.

1. Mai im Autokino

Solidarität ist Zukunft: Sei dabei am 1. Mai 2021! - Tag der Arbeit

Die aktuelle Situation erfordert besonnenes umsichtiges Handeln. Deshalb findet in diesem Jahr keine 1. Mai - Kundgebung am Stadtbrunnen sondern von 13 -15 Uhr im Autokino Lausitzpark Cottbus statt. Einlass ist ab 12 Uhr.
Also sattelt eure Autos und schmückt sie festtäglich.

Zeitiges Erscheinen sichert gute Plätze.    mehr

Ernst Thälmann hat Geburtstag

Seit der Wende haben die Genoss*innen der Basisorgansisation (BO) Sandow die Pflege des Gedenksteins vor der früheren Ernst-Thälmann-Schule übernommen, der ursprünglich zur Schule gehörte. Da ein Antifaschist und Kriegsgegner nicht mehr Vorbild für Schüler*innen sein konnte, wurde die Schule in Kolumbus-Schule umbenannt, einem Entdecker und Kolonialisten. Das ist schon passender für die jetzige Zeit.
Alljährlich führen Genoss*innen vor dem Geburtstag von Ernst Thälmann Frühjahrsputz am Gedenkstein durch. Auf eine gemeinsame Ehrung mußte in diesem Jahr verzichtet werden.

Genossen der BO Schmellwitz gedachten Ernst Thälmann mit einem Blumenstrauß an der Ernst-Thälmann-Straße.

In Ziegenhals fand am 18. April 21 eine Gedenkveranstaltung am ehemaligen Standort des „Sporthaus Ziegenhals“ statt. Mit dem Gedenkstein wird an die letzte illegale Sitzung der KPD unter Leitung von Ernst Thälmann am 07.02.1933 und den Beginn des organisierten illegalen Widerstandes gegen den Faschismus erinnert. Auf dieser Gedenkveranstaltung sprach Egon Krenz. zur Rede                                                                                                                                  Fotos: Matthias Kroll, Frithjof Newiak

Defender-Proteste

Im Zeitraum vom 6. bis 13. April 2021 organisierte DIE LINKE. Cottbus Proteste gegen „Defender21“ auf der Bahnhofsbrücke, an denen sich unsere Genoss*innen und Cottbusser Friedensfreund*innen beteiligten.
Abschluß dieser Aktion sollte am 14. April der Gedankenaustausch über Krieg und Frieden rund um den „Roten Friedenspanzer“ der Bundestagsfraktion DIE LINKE in Cottbus sein. Wegen Corona mußten wir diese Aktion verschieben.

Unser Protest richtete gegen jegliche Kriegsmanöver, insbesondere aber aktuell gegen „Defender21“. An diesem Manöver werden 28000 Soldat*innen aus 26 Staaten teilnehmen. Ein Großteil von ihnen wird samt Kriegsgerät aus den USA stammen und danach quer durch Europa transportiert. Eine zusätzliche Provokation ist die Einladung ukrainischer Truppen, eines Nicht-NATO-Mitgliedes, zur Teilnahme an „Defender21“.
Deutschland wird damit immer weiter zur logistischen Drehscheibe der NATO ausgebaut. Dem soll auch die Modernisierung und Ausbau des Truppenübungsplatzes Oberlausitz bei Weißwasser dienen.

Überhaupt nicht zu akzeptieren ist der Mißbrauch von Mitteln aus dem Strukturfond, der zur Gestaltung des Strukturwandels in der Lausitz gedacht ist, um einen Truppenstandort für 1000 Soldat*innen in Sachsen zu finanzieren, wie das jetzt die Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer und Sachsens Ministerpräsident Kretschmer vereinbart haben.

Über die Aktion berichtete auch die linke tschechische Tageszeitung „Haló noviny“,

«Respekt statt Hupen»

Als Mitglied im Cottbuser Aufbruch (CA) unterstützte DIE LINKE. Cottbus dessen spontanen Aufruf, den geplanten Autocorso des Nachfolgeverein des rechten Ladens „Die Mühle“ und des Vereins „Zukunft Heimat“ mit Unterstützung von Coronaleugnern und deren Organisationen wie „Querdenken355“, „Cottbuser Dialog“ und die „Summphonie“ durch Cottbus nicht widerspruchslos hinzunehmen. Zumal „rein zufällig“ ab 14 Uhr die als rechtsextremistisch in Brandenburg eingestufte AfD zu einer Versammlung vor der Stadthalle aufrief, bei der Vertreter „des Flügels“ wie Holm, Berndt und Gauland auftreten sollen. Der Bundestagswahlkampf lässt grüßen.

Dem kurzfristigen Aufruf des CA folgten bei regnerischem Wetter aber trotzdem gut gelaunt reichlich 100 Cottbuser*innen und wandten sich gegen das Vermiefen der Atmosphäre, gegen Hetze und Leugnung von Corona und demonstrierten für ein buntes, friedliches und tolerantes Cottbus.
Da der geplante Fahrradcorso polizeilich nicht genehmigt wurde, zeigten die Cottbuser*innen in einer bunten Menschenkette ein Gesicht der Vielfalt und Solidarität.

Auch in Cottbus unvergessen

Straßenschild Rosa-Luxemburg-Straße geschmückt mit Blumen und einer Grafik mit ihrem Bildnis
Straßenschild Rosa-Luxemburg-Straße geschmückt mit Blumen und einer Grafik mit ihrem Bildnis

In Cottbus-Schmellwitz trägt eine Straße den Namen von
Rosa Luxemburg.
Heute zum 150. Geburtstag wurden die Straßenschilder mit Blumen geschmückt.
Ausstellung „Rosas Garten“

Fraktionsticker I

eine Premiere

Fraktionsticker 16. Sitzung der SVV Cottbus

Um schnell über die Ergebnisse und Themen in der Stadtverordnetenversammlung (SVV) Cottbus zu berichten, gibt es jetzt das neue Format des „Fraktionstickers“. Heute ist also Premiere.

Eberhard Richter, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE, berichtet kurz und knapp, was am 24. Februar 2021 in der SVV wichtig war.

Cottbus bleibt bunt und friedlich!

15. Februar - Jahrestag der Bombardierung von Cottbus

Vor 76 Jahren kehrte der Krieg auch nach Cottbus zurück. Am 15. Februar 1945 erlebte unsere Stadt den heftigsten Bombenangriff mit Zerstörung und Tod.

Der Ursprung des Krieges war die Ideologie vom „Volk ohne Raum“, von der angeblichen Überlegenheit einer „arischen Herrenrasse“, die die Welt mit Krieg überzog und über 60 Millionen Opfer forderte.

Heute gibt es wieder die Rückkehr in den Sprachgebrauch der Nazis, die in Hass bis zum Verbrechen überall in unserem Land endet. Erinnert sei an die Opfer des NSU, aus Hanau, Kassel, Halle aber auch an den algerischen Asylbewerber Omar Ben Noui (Farid Guendoul) , der vor 22 Jahren in Guben nach einer Hetzjagd starb.

Deshalb gedenken wir heute der Opfer des Bombenangriffes auf Cottbus und der Opfer von Faschismus und Krieg. In diesem Jahr nicht als Sternenmarsch auf der Straße, dafür als bunte digitale Menschenkette. DIE LINKE beteiligt sich damit an der Aktion des „Cottbuser Aufbruchs“

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! Menschen seid wachsam!

Straßenbahn sichern

im Landeshaushalt berücksichtigen

Im Jahr 2017 beschloss die rot-rote Landesregierung, den Landkreisen und kreisfreien Städten bis 2022 insgesamt 48 Millionen Euro für die Modernisierung ihrer Fahrzeugflotten und die Herstellung der Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zur Verfügung zu stellen. Davon sollten insbesondere die acht Straßenbahnbetriebe profitieren.
In der vergangenen Woche informierte sich der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsfraktion DIE LINKE Christian Görke in einem Arbeitsgespräch über die Situation beim städtischen Verkehrsunternehmen Cottbusverkehr. Mit den bewilligten zusätzlichen Landesmitteln war es für den Betrieb möglich, zunächst sieben neue Straßenbahnwagen zu bestellen.
„In einem gemeinsamen Kraftakt stemmen die Stadt und Cottbusverkehr mit der Unterstützung des Landes den Einstieg in die Modernisierung unserer Straßenbahnflotte. Für mehr reichen unsere finanziellen Kräfte nicht aus. Weitere 13 Neufahrzeuge könnten bis 2030 für rund 2,4 Millionen Euro pro Stück als Option bestellt werden“, erklärt Christopher Neumann (DIE LINKE), stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von Cottbusverkehr.
Laut Geschäftsführung und Stadtverwaltung besteht darüber hinaus ein dringender Bedarf, mindestens weitere 13 Straßenbahnen zu ordern, um das bestehende Straßenbahnnetz in der jetzigen Qualität bedienen zu können. Bis 2030 gilt die Betriebserlaubnis für die rekonstruierten Straßenbahnen. Außerdem ist nach EU-Gesetzgebung ab 2022 die Barrierefreiheit für öffentliche Verkehrsmittel verbindlich geregelt.

Die Option für die Fahrzeugbestellung muß bis Ende dieses Jahres als kostengünstigste Variante genutzt werden. Das gelingt aber nur, wenn das Land seine Unterstützung über 2022 hinaus verlängert und aufstockt.
„Die Zukunft der Straßenbahnen in Brandenburg als attraktives und umweltgerechtes Verkehrsmittel muss gesichert werden. Deshalb haben wir die zusätzliche Unterstützung für die Bestellung neuer Fahrzeuge in der vergangenen Wahlperiode auf den Weg gebracht. Um den vorhandenen Fuhrpark nicht nur zu erneuern, sondern zu vergrößern und damit das Angebot auf neuen Strecken und mit dichteren Takten verbessern zu können, muss die Straßenbahnförderung fortgesetzt werden. Wenn die Landesregierung ihre verkehrspolitischen Ziele ernst nimmt, erwarte ich hierfür mit dem Landeshaushalt 2022 ein klares Signal,“ kommentiert Christian Görke, verkehrspolitischer Sprecher - Fraktion DIE LINKE.

Zwei Jubiläen

175 Jahre Branitzer Parklandschaft
150. Todestag Fürst Pückler

Die Stadt Cottbus ist eng verbunden mit zwei besonderen Persönlichkeiten des 19.Jahrhunderts, dem Fürsten Hermann von Pückler-Muskau
(30. Oktober 1785 - 4. Februar 1871) und dem Landschaftsmaler Carl Blechen (29. Juli 1798 - 23. Juli 1840) . Der Branitzer Park mit Schloss und Pyramiden ist weithin bekannt und lockt jedes Jahr Tausende Besucher aus Nah und Fern nach Cottbus. Auch die Cottbuser Sammlung der Werke Blechens hat in Branitz seit über 60 Jahren einen festen Platz.

Fürst Pückler, einer der schillernsten Persönlichkeiten des 19.Jahrhunderts, hatte als stilprägendes Meisterwerk der Gartenkunst, als klassischen Landschaftsgarten, der sich über eine Fläche von 830 Hektar erstreckt, den Muskauer Park geschaffen. Zwei Drittel der Fläche liegen in Polen. Der Park wurde 2004 mit dem UNESCO - Welterbetitel geadelt.

Als Alterswerk schuf der Gartengestalter Hermann Fürst von Pückler-Muskau ab 1846 aus einer kargen Agrarlandschaft einen Landschaftspark nach englischem Vorbild. Es wurden aufwendige Erdmodellierungen, künstlich angelegte Wasserläufe und Seen sowie geschickte Kompositionen von Gehölzgruppen und Einzelbäumen auf 620 Hektar Fläche geschaffen und damit eine idealisierte Natur.

Das Alleinstellungsmerkmal des Branitzer Parks sind die zwei begrünten Erdpyramiden. Pückler brachte diese Idee von seiner Orientreise mit. Die größere der beiden Pyramiden dient ihm als Grabstätte.

Mittelpunkt der Parkanlage ist das 1770-1772 errichtete barocke Schloß Branitz. In den sanierten, restaurierten Räumen mit teilweise original erhaltener Ausstattung bekommt man einen authentischen Eindruck der fürstlichen Lebenswelt. Besonders sehenswert sind die einzigartigen drei Orienträume, die Pückler-Gallenberg Bibliothek mit den wertvollen originalen Bücherbeständen, der Musiksaal im historischen Zopfmusterstil, das zum abendlichen Dinner eingedeckte Speisezimmer sowie die Salons des Fürsten Pückler.

Der Gutshof Park und Schloß Branitz ist das „Eingangstor“ zum international bedeutsamen Branitzer Gartenkunstwerk, ein Informationsvermittler.

Pückler dachte kulturell, nicht national. Er war in der Aristokratie verortet, aber er wußte gleichzeitig, dass diese Welt untergehen wird. Er stand an der Schwelle zur Moderne, ist aber nicht rübergegangen. Was seine Gartengestaltung angeht, war er sehr modern, zum Beispiel im Versuch, Branitz mit der aufstrebenden Industriestadt Cottbus zu verbinden. Er hat früh Umweltbewußtsein entwickelt, war quasi ein erster Grüner. „Die Zeiten krachen wie die Gletscher, sagen Sie schön und wahr! Aber wer macht diese Zeiten, als wir selbst?“ fragte Pückler 1864.

Pückler war nicht nur bekannt als Gartenkünstler, sondern auch als Vielreisender und Autor von mehr als 20 Büchern, in denen er von seinen Aufenthaltsorten in nahen oder entfernten Weltteilen erzählte. Er war Europäer, Weltenbürger, Lebemann.

175 Jahre Branitzer Parklandschaft! Unweit vom Branitzer Park entsteht mit dem „Ostsee“ eine neue Kulturlandschaft, die sich gut mit Branitz verbinden lässt. In den nächsten Jahren das in ein Gesamtkonzept zu bringen, ist eine Riesenchance für die Region. Da hilft auch die Bewerbung der Stadt Cottbus für die BUGA 2033.

So gibt uns auch heute der Visionär Pückler Impulse zum kulturellen Denken!

Annely Richter
Mitglied Förderverein Fürst Pückler in Branitz e.V.

Empfehlung aus der Leseecke

In Erinnerung an den 15. Februar 1945

Macht mit!

Musterfoto mit der Friedenstaube vom Cottbuser Aufbruch

An diesem Tag kehrte der Krieg mit Bomben endgültig auch nach Cottbus zurück und hinterließ große Zerstörungen und 1000 Tote.

Seit den 90-ern gedenken die Cottbuser*innen dieses Tages mit der Mahnung zum Frieden und gegen jede Form des Rassismus unter dem verbindenden Motto „Cottbus ist bunt“.

Corona zwingt uns dazu, auf Formen der gemeinsamen Willensbekundung auf unseren Straßen und Plätzen zu verzichten. Darum formiert sich bis zum 12.2.21 eine digitale Menschenkette aus Einzelfotos mit einer persönlichen, dem Anliegen entsprechenden Botschaft. Die Fotos, die jeder auch bei sich zu Hause machen kann, werden von Lothar Judith zur Menschenkette vereint und werden am 15. Februar auf der Homepage des Cottbuser Aufbruchs zu sehen sein. Ein Beispielfoto seht ihr hier. (Die Taube zum Ausdrucken)

Bitte beteiligt Euch und sendet Eure Fotos an Lothar Judith

... Alles ist Gegenwart ...

Holocaustgedenktag

„Nichts gehört der Vergangenheit an. Alles ist Gegenwart und kann wieder Zukunft werden.“

(Fritz Bauer, der 1963 in Frankfurt/Main den Auschwitz-Prozess erzwang)

DIE LINKE. Cottbus und die „Bücherei Sandow e.V.“ zitieren aus regional-geschichtlichen Veröffentlichungen:
 

  • „Auschwitz von 1270-heute“ - Robert Jan van Pelt, Deborah Dwork
  • „Brigitte und Ursula aus Cottbus -1942 verschollen im Ghetto von Warschau“ -
    Dr. Manfred Schemel (im Heimatkalender 2013 )
  • „Sprem - Erlebnisse - die Cottbuser Hauptgeschäftsstrasse" - Heinz Petzold
  • „Lebensgeschichten jüdischer Cottbuser Familien - eine Dokumentation“
  • Berichte der „Lausitzer Rundschau“ über Jamlitz-Lieberose

 aus Anlass des Internationalen Gedenktags für die Opfer des Holocaust und des Nationalsozialismus am 27. Januar 2021.

Es sprechen und lesen:
Sigrid Mertineit, Elke Dreko, Sonja Newiak

es musizieren:
Julie Szelinsky (Gesang), Ilya Dikariev (Bajan)

Kamera und Schnitt:
Harry Bigalke

Der vorproduzierte Beitrag wird am 27.1.2021 in der Zeit von 15 - 17 Uhr an der Fassade der Synagoge am Schlosskirchplatz öffentlich gezeigt.

Zuschauer vor Ort bitte Abstand halten und Maske tragen!!!


Ein Beitrag im Rahmen des Gedenken des Cottbuser Aufbruchs.

Atomwaffen ab heute verboten!

Flaggenaktion von ICAN Deutschland e.V.

Geschäftstelle DIE LINKE. Cottbus
Flagge von ICAN im Fenster der Geschäftsstelle der LINKEN. Cottbus

Heute, am 22. Januar 2021 tritt das UN-Atomwaffenverbot in Kraft. Damit sind Atomwaffen völkerrechtlich geächtet, illegal, verboten.
Ein guter Start in das neue Jahrzehnt!

ICAN Deutschland hat 1.200 Flaggen mit dem Motto „Nuclear weapons ARE BANNED“ mit dem ICAN-Logo produziert. Am 22. Januar werden sie europaweit an städtischen Gebäuden, Rathäusern, Kirchen, Wahlkreisbüros, den Büros von Partnerorganisationen oder aus den Fenstern von Aktivist*innen gezeigt, damit deutlich wird:
Atomwaffen sind verboten!
Die Bitte ist, das alle Aktionsteilnehmer*innen ein Bild von sich und der Flagge mit dem Hashtag #nuclearban in den sozialen Medien posten, dann wird unsere Botschaft verbreiten. 

DIE LINKE. Cottbus beteiligte sich an der Aktion sowohl in der Geschäftstelle der Partei, dem Wahlkreisbüro von Marlen Block (MdL) als auch im Fraktionbüro im Stadthaus Cottbus.

Im „neuen deutschland“ wird heute im Beitrag „Ein Schritt zur atomwaffenfreien Welt“ die Bedeutung des Vertrages ausführlich erläutert.

Am 23.01.2021 fand vor dem Kanzleramt in Berlin eine Kundgebung statt, auf der der Beitritt der Bundesrepublik zum Atomwaffenverbotsvertrag gefordert wurde. Hier das Youtube-Video.

Karl und Rosa geehrt

Am gestrigen Sonntag gedachte DIE LINKE. Cottbus digital und mit einem stillen Gedenken am Denkmal im Puschkinpark der ermordeten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Coronagerecht legten zahlreiche Cottbuser*innen Blumen nieder.
Die würdige Umrahmung konnte nur digital erfolgen. Das machte auch Tobias Bank an verschiedenen Orten in Brandenburg in seinem Youtube-Video.

Gedenken an Karl und Rosa

Luxemburg-Liebknecht-Gedenken 2021

Anläßlich des 102. Jahrestages der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg findet das Gedenken am Mahnmal in der Puschkin Promenade am 17.01.21 von 10 - 12 Uhr statt.
Entsprechend den Corona-Regeln kann das Mahnmal nur einzeln im genannten Zeitraum aufgesucht und Blumen niedergelegt werden.