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2019

Foto: Frithjof Newiak

FrühLINKSempfang und neue Ausstellung

Panoramen von Frank Trosien in den Räumen der LINKEN

© Frank Trosien
Abendansicht des Cottbuser Altmarktes als 360°-Panorama

Anlässlich des traditionellen FrühLINKSempfanges wird am 22. März um 15.00 Uhr in den Räumlichkeiten der LINKEN auch eine neue Ausstellung eröffnet. Gezeigt werden Werke des Cottbuser Fotografen Frank Trosien.

Bereits seit seiner Jugend beschäftigt sich der Künstler mit der Fotografie. Für seine Dokumentationen von Gebäuden und Landschaften benutzt er oftmals Panoramen und hat sich auf diesem Gebiet spezialisiert. Obwohl er mit seinen Arbeiten in der Region schon viel Aufsehen erregt hat, bleibt die Lichtbildkunst lediglich sein Hobby.

Seine Bilder versetzen den Betrachter in einen faszinierenden Raum, in dem oftmals unklar ist, wo sich der Fotograf genau befand. Aber diese Frage lässt sich am 22. März beantworten, da Frank Trosien Gast unseres FrühLINKSempfanges sein wird.

Seine beeindruckenden Bilder wurden schon an verschiedenen Orten gezeigt und schmücken u.a. auch die öffentlichen Gänge im Cottbuser Rathaus.

Wir freuen uns, einen Auszug seiner Werke bis zum 1. September 2019 in unseren Räumlichkeiten ausstellen zu dürfen. Kommen auch Sie vorbei!

Sonja Newiak

„Clara Zetkin“ in der „Lila Villa“

Veranstaltung der LINKEN in der 29. Brandenburger Frauenwoche

Am 3. März begrüßten im Rahmen der 29. Brandenburgischen Frauenwoche Hanka Lindner vom Frauenzentrum Cottbus und Sonja Newiak von der LINKEN Cottbus die Politikwissenschaftlerin und Frauenhistorikerin Claudia von Gélieu, die vor vollem Saal in die Rolle der Vorkämpferin der internationalen Arbeiterinnenbewegung Clara Zetkin schlüpfte. Im „Selbstgespräch“ hielt Clara Zetkin Rückschau über den jahrzehntelangen aufopferungsvollen Kampf der Frauen um ihre gesellschaftliche Gleichstellung: die Revolutionen von 1848 und 1918 wurden zuallererst von Frauen getragen, diese wurden dann aber bald wieder ins Vergessen gedrängt. Sie standen in erster Reihe bei der Forderung nach Brot und Frieden, als der Krieg sie in die Kriegswirtschaft zwang. Sie erkämpften mit der Novemberrevolution das Frauenwahlrecht, aber von sozialen Errungenschaften der Revolution wie ein 8-Stunden-Tag, tariflichen Lohn, ja sogar vom Recht auf den eigenen Lohn blieben sie weiterhin ausgenommen.

Errungene Rechte wurden durch den Nazistaat zunichte gemacht. Heute sind sie erneut vor der Rechten in Gefahr, wenn wir ihr das nicht entschieden verwehren.

Nach der Performance als Clara Zetkin debattierten Anke Schwarzenberg, MdL DIE LINKE, Kerstin Kircheis, MdL SPD, und Claudia von Gélieu in der von Hanka Lindner moderierten Runde über den Brückenschlag von Clara Zetkin zur Gegenwart.

Heute steht die Gesellschaft vor der Herausforderung, die Gleichstellung der Geschlechter in allen Entscheidungsebenen und Vergütungsbedingungen zu erzwingen, denn die Erfahrung lehrt, auf freiwilligen Verzicht der Männergesellschaft auf Machtpositionen zu warten, heißt auf den St. Nimmerleinstag zu warten. Das Paritégesetz ist ein dafür neugeschaffenes Instrument. Die Zukunft zeigt, wie und ob es sich bewährt.

Die Gesellschaft muß in Zukunft auch Formen schaffen, dass sich jeder und jede an Politik und Debatten beteiligen kann, ohne schlechtes Gewissen, dabei Betreuungsaufgaben zu vernachlässigen. Ein Weg muß über die radikale Arbeitszeitverkürzung für alle führen. Politik muß dann nicht mehr spät abends stattfinden.

Der Dank gilt auch Emilia Nöske, die die Veranstaltung musikalisch umrahmte.
Eine gelungene Veranstaltung, die zu lebhaftem Gedankenaustausch auch mit dem Publikum anregte ...                                                                                                                                    Fotos: Frithjof Newiak

Verkehrsbeschränkungen durchsetzen!

Landräte und Landesbetrieb Straßenwesen handelt!

Am 20. Februar fand in Klein Gaglow ein erneutes Treffen von Kreistagsabgeordneten der LINKEN aus Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz unter Anwesenheit von drei Vertretern der Interessengemeinschaft B169 e.V. statt. Im Ergebnis der Beratung erklären die Kreisvorsitzenden, Mario Dannenberg (OSL) und Matthias Loehr (Cottbus und SPN) sowie der Drebkauer Ortsbürgermeister Torsten Richter:

Mario Dannenberg:
„Fast 300 Tage sind seit dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Berlin-Brandenburg vergangen, welches die Landkreise verpflichtet, den Durchgangsverkehr auf der B169 in Menge und Last zu begrenzen. Landrat Siegurd Heinze glänzt weiter durch Tatenlosigkeit. Der rechtskräftige und unanfechtbare Beschluss des OVG Berlin-Brandenburg ist noch immer nicht umgesetzt. Daher werden wir das Thema erneut auf der kommenden Sitzung des Kreistages aufrufen.“

Matthias Loehr:
„An Verkehrsbeschränkungen für die B169 führt kein Weg vorbei. Offensichtlich hat Landrat Altekrüger dies nun endlich verstanden. DIE LINKE begrüßt daher die angekündigte Sperrung der B169 für den Durchgangsverkehr ab 2,8t durch die Kreisverwaltung. Gleichzeitig kritisieren wir aber das lange Zögern der Verwaltungsspitze.“

Torsten Richter:
„Wir brauchen - auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit der Ortsumgehung von Drebkau -eine grundsätzliche Debatte über den Nutzen und die Nachteile solcher Umgehungsstraßen. Sofern die Verkehrsbeschränkungen für die B169 umgesetzt und kontrolliert werden, bedarf es einer neuen Diskussion in der Region über die Sinnhaftigkeit der vorgesehen Umgehungsstraße für Klein Oßnig.“

Hintergrund:
Nach Aussagen des Landrates Altekrüger am 20. Februar im Kreistag, ist am 15.01.2019 eine Anordnung über die Sperrung der B169 für den Durchgangsverkehr ab 2,8t durch die Kreisverwaltung erlassen worden. Der Landesbetrieb Straßenwesen sei beauftragt worden, die Durchsetzung der erforderlichen Maßnahmen bis zum Ende des I. Quartals 2019 abzusichern.

André Kaun
Wahlkreismitarbeiter

André Kaun

Unterzeichnung des Abrüstungsappels

DIE LINKE. Cottbus begrüßt Entscheidung

Wie die Stadtverwaltung heute mitgeteilt hat, werden sich Oberbürgermeister Holger Kelch und der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Cottbus, Reinhard Drogla, an der Abrüstungsinitiative ICAN beteiligen. Dieses Bündnis setzt sich weltweit für die Abschaffung von Atomwaffen ein.

Dazu erklärt André Kaun, Fraktionsvorsitzender der LINKEN in der Stadtverordnetenversammlung Cottbus:

„Bereits im Dezember 2017 hat die Stadtverordnetenversammlung auf Antrag der Fraktion DIE LINKE. Cottbus eine Resolution „Für eine atomwaffenfreie Welt“ verabschiedet. Wir freuen uns, dass Oberbürgermeister und SVV-Vorsitzender nun auch dieses wichtige Signal setzen und die Botschaft unterstützen. Atomwaffen sind eine der größten Bedrohungen für den Frieden in der Welt.  Die Bundesregierung ist aufgerufen, endlich den Atomwaffenverbotsvertrag bei den Vereinten Nationen zu unterzeichnen. “

Frithjof Newiak

Erinnerung

an Genossen Walter Schulz

Portrait von Walter Schulz

Im Alter von 82 verstarb nach schwerer Krankheit unser Genosse Walter Schulz.

Wir verlieren damit einen Genossen, der über viele Jahre für das regelmäßige Erscheinen in hoher Qualität unseres „Cottbuser Herzblattes“ gearbeitet hat. Gemeinsam mit anderen ehemaligen JournalistInnen, wie Gertraute und Hans-Hermann Krönert, Joachim Telemann und Horst Wiesner, schufen sie die Grundlagen für diese Zeitung.

Als studierter Journalist war er viele Jahre in der „Lausitzer Rundschau“ tätig. Seine KollegInnen nahmen ihn als einen ehrlichen, offenen, zuverlässigen und fleißigen Redakteur wahr, der ihnen hilfsbereit zur Seite stand. Sie bezeichneten ihn auch gern als „wandelndes Lexikon“, weil er als sehr belesener Mensch viele Sachverhalte aus dem Stegreif erklären konnte.
Die politische Wende führte auch zu einem Umbruch in dieser Zeitung und zu einem unwürdigen Umgang mit ihm. Das kompensierte er durch eine aktive Arbeit in der Partei und lud beispielsweise seinen Studienfreund, den amerikanischen Journalisten Victor Grossman, zur Buchlesung ein. Mit ihm hatte er sich zu Studienzeiten so manches Schachduell geliefert...
                                                                                                                                                   Foto: Harald Müller

Christopher Neumann

Solidarisch mit Streikenden

Warnstreik bei Cottbusverkehr

Matthias Loehr (MdL) spricht zu den Streikenden

In der aktuellen Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Personennahverkehr in Brandenburg, erklärt sich DIE LINKE in der Lausitz solidarisch mit den streikenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. So waren die Landtagsabgeordneten Anke Schwarzenberg und Matthias Loehr, der Fraktionsvorsitzende in der SVV Cottbus, André Kaun sowie weitere Vertreter der LINKEN am heutigen Morgen zu Besuch beim Warnstreik vor dem Betriebshof von Cottbusverkehr im Stadtteil Schmellwitz.

Die Beschäftigten sowie die Gewerkschaft ver.di kämpfen aktuell um eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,80 EUR. Die Bus- und Straßenbahnfahrer in Brandenburg zählen im deutschlandweiten Gehaltsvergleich zu den Schlusslichtern. Dabei tragen sie täglich ein hohes Maß an Verantwortung, wenn sie Menschen auf den Straßen und Schienen zur Arbeit oder zur Schule bringen.
Die Gehaltsforderung ist also absolut berechtigt. Wir hoffen, dass eine Einigung im Tarifstreit schnell erfolgt und die Beschäftigten zu ihrer verdienten Lohnerhöhung kommen, damit sich die unangenehmen Einschränkungen für die Fahrgäste nicht fortsetzen.

Unnötige Provokation

Pressemitteilung zur heutigen Aktion von „Ende Gelände“

Die Aktionen von „Ende Gelände“ sind eine völlig unnötige Provokation, welche die Menschen in der Region vor den Kopf stoßen. Darüber hinaus werden dadurch die mühsam erarbeiteten Kompromisse zum Ausstieg aus der Kohleverstromung untergraben.
Dem nun vorliegenden Abschlussbericht der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ liegt ein monatelanger Aushandlungsprozess aller Beteiligten zu Grunde. Die gefundenen Kompromisse sollten umgesetzt und nicht in Frage gestellt werden.
Das heißt: Die aktuell laufenden Tagebaue müssen planmäßig zu Ende geführt werden. Nur so kann der Bergbaubetreiber die notwendigen Rückstellungen für die Sanierung und Rekultivierung erwirtschaften und bilden. Diese Kosten sollen nicht dem Steuerzahler anheimfallen.
Ein Neuaufschluss von Tagebauen ist mit dem vorliegenden Abschlussbericht der Kommission nicht vereinbar. Somit wird es auch keine Inanspruchnahme von Proschim geben.

Die Zukunft der Lausitz wird nicht durch angereiste Protestierer gestaltet, sondern sie liegt vor allem in Verantwortung der Lausitzerinnen und Lausitzer.

DIE LINKE steht für einen sozialverträglichen, schrittweisen und planbaren Ausstieg aus der Kohleverstromung. Die in Berlin ausgehandelten Kompromisse tragen wir ausdrücklich mit.

Matthias Loehr, MdL
Kreisvorsitzender DIE LINKE. Lausitz

Gedenken und Mahnung

an der Gedenkstätte Lieberose

Am 2.Februar 2019 jährte sich zum 74. Mal die Auflösung des KZ Außenlagers Sachsenhausen in Lieberose.
Hierher in die Heide deportierten die Nazis mehr als zehntausend Juden aus Belgien, Italien, Frankreich, Ungarn, darunter zahlreiche Kinder und sowjetische Kriegsgefangene. Im vorgefundenen Nichts, mit primitivsten Werkzeugen, mußten sie zunächst das Lager errichten und dann in schwerster körperlicher Schufterei den Truppenübungsplatz Lieberose. Wer „verbraucht“ war, wurde nach Auschwitz ins Gas geschickt, von dort kam auch der „Nachschub“ frischer Arbeitssklaven.
Mit dem Herannahen der Roten Armee im Winter ’45 löste die SS das Lager auf. In der Zeit vom 2. - 4. Februar wurden die Gehfähigen auf den Todesmarsch nach Sachsenhausen geschickt. Diejenigen, die zu schwach dafür oder krank waren, mehr als 1300 Menschen, wurden an Ort und Stelle erschossen und in Jamlitz verscharrt.

Mit der Mahnung zum Widerstand gegen den wieder aufgelebten Rassismus, die Angriffe auf unsere demokratische Gesellschaft wandte sich Frau Ulrike Gutheil, Staatssekretärin im Wissenschaftsministerium an die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung, Bürgermeister/innen der angrenzenden Orte, Kommunalpolitiker/innen, Mitglieder der Kreisvorstände der LINKEn aus Dahme-Spreewald, Lausitz und Mitglieder der LAG Netzwerk Europäische Linke Brandenburg.

Schüler/innen der 9. Klasse der Lieberoser Leichhardt-Schule trugen eigene Gedanken vor und enthüllten die Namenstafel für einen belgischen Überlebenden des Todesmarsches aus Lieberose, befreit auf dem Marsch durch die Rote Armee.

Gut, dass die Landesregierung beschloß, der im Ehrenamt betreuten Gedenkstätte am ehemaligen Lager, Mittel zur Pflege und zum Erhalt zügig zur Verfügung zu stellen.

Sonja Newiak
LAG Netzwerk EL Brandenburg                                                                                             Fotos: Frithjof Newiak

Frau Gutheil, Staatssekretärin im Wissenschaftsministerium, während der Gedenkrede
TeilnehmerInnen der Veranstaltung vor der Gedenkstätte
Bürgermeisterin und KV-Vorstandsmitglied am Ehrenmal
Enthüllung einer Gedenktafel für ehemaligen belgischen Häftling durch Schüler
Mitglieder der LAG Netzwerk EL legen Blumen an der Gedenktafel nieder
Dietrich Loeff

Ein würdiges Gedenken

Jeffrey und Steven Schindler mit Dolmetscherin
Jeffrey und Steven Schindler mit ihrer Dolmetscherin in der Synagoge vor dem Thoraschrein wenden sich an die Versammelten

An jedem 27. Januar – dem Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Sowjetarmee 1945 - wird international der vielen Millionen Opfer des Holocaust gedacht. Die deutschen Faschisten ermordeten während ihrer Herrschaft sechs Millionen Juden und viele Millionen Menschen anderer Völker, zumeist wehrlose Zivilisten. Sie wüteten durch die Wehrmacht in dem von ihnen verbrecherisch entfachten Zweiten Weltkrieg, durch Hunger, durch Massenerschießungen und durch industriemäßig organisiertes Vergasen ihrer Opfer. Jedes Gedenken an diese Verbrechen muss daher deutlich verkünden: „NIE WIEDER!“

So handelten auch die Cottbuserinnen und Cottbuser am 27. Januar 2019 am passendsten Ort unserer Stadt – vor und in der jüdischen Synagoge. Die AfD allerdings konnte sich eine ungehörige Provokation nicht verkneifen: sie versammelte ihre bedauerlich große Anhängerschar am Stadtbrunnen vor der Buchhandlung Hugendubel, also sehr nahe der Synagoge, um ihre fremdenfeindlichen Parolen zu verkünden.  

Die Antwort der nicht vom Rechtspopulismus angefressenen Bürgerinnen und Bürger war friedlich und klar. Eine Initiative hatte dazu aufgerufen, vor der Synagoge auf der Straße das Lied „Shalom Shaverim“ („Der Friede des Herrn geleite Euch“) zu singen. Hunderte Menschen stimmten vor und nach der Gedenkveranstaltung dieses ganz kurze, leicht sangbare Lied immer wieder an. Es war eine würdige Eröffnung und ein lange nachhallender Abschluss des Gedenkens.

Die Synagoge war bis auf den allerletzten Sitz- und Stehplatz gefüllt, sodass zeitweise die Tür geschlossen werden musste. Unter den Anwesenden war auch Prominenz, z.B. Frau Ministerin Dr. Martina Münch und der Stadtverordnetenvorsteher, Herr Reinhard Drogla. Aber auch konfessionelle Krankenschwestern in ihrer Ordenstracht nahmen teil. Genugtuung herrschte darüber, dass auch Migranten die ernste Veranstaltung besuchten. Sie wurden besonders freundlich willkommen geheißen. Vertreter der christlichen, der jüdischen und der islamischen Religion umarmten sich. Schließlich sind all diese drei Religionen geschichtlich eng miteinander verbunden und betrachten Abraham als ihren gemeinsamen geistigen Vater.

Herr Pfarrer Polster sprach dann zu den Anwesenden. Er wies besonders auf die Verrohung von Sprache und Umgangsformen hin, die eine Brutalisierung des Denkens zeigen. Frau Pfarrerin Melchior sprach das Kaddish (jüdisches Totengebet) und erläuterte es. Ein Höhepunkt war die kurze Ansprache von Steven Schindler, Sohn von Max Schindler. Die Familie Schindler lebte bis 1938 in Cottbus und wurde dann deportiert. Rachela, Cäcilie und Benjamin Schindler überlebten den faschistischen Massenmord nicht. Stolpersteine in der Calauer Straße 65 erinnern an sie. Begleitet wurde die Gedenkveranstaltung durch Anke Wingrich auf der Violine.

Ich habe die faschistischen Verbrechen immer verurteilt. Der Defa-Film „Ehe im Schatten“ hat meine Meinung hierzu zuerst geprägt, seit ich im Jahr 1947 als Junge von zehn Jahren die Arbeiten zu diesem Werk mit ansehen konnte und erlebte, wie eine Schlüsselszene – die Reichspogromnacht – gedreht wurde. Auch der Geschichtsunterricht meiner Schule in Berlin-Schöneweide berichtete eindringlich über die Verbrechen der Faschisten an den Juden, nur wurden die damals nicht Holocaust sondern Völkermord oder Massenmorde genannt. An DDR-Literatur zum Thema fehlte es in meinem Leben nie; sie aufzuzählen würde hier zu weit führen.

Ich komme zum Ausgangspunkt zurück: NIE WIEDER!  WEHRET DEN ANFÄNGEN!

                                                                                                                                                                                                Fotos: Frithjof Newiak

Brita Richter

Geheimsache Rosa Luxemburg

12. Januar 2019 – wie in jedem Jahr, wurde der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am Ehrenmal in der Puschkinpromenade gedacht. Das Verbrechen jährte sich zum 100. Mal.
Gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung organisierten die Fraktion der  LINKEN für den Nachmittag die Aufführung des Stück´s „Geheimsache Rosa Luxemburg“ – eine Inszenierung des Portraittheaters Österreichs.
Der Saal im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst war gut besetzt. In den folgenden  90 Minuten erlebten die Gäste Einblicke in das Leben und Wirken Rosa Luxemburgs.
Die feinsinnige Zeichnung des Charakters Rosa Luxemburgs als Frau, Freundin, Gattin und Kommunistin durch die Schauspielerin, ergänzt durch die instrumentelle Begleitung, hat sehr beeindruckt.

100. Todestag von Karl und Rosa

Gedenken am Denkmal der Antifaschisten

Am 15. Januar 2019 jährte sich nun zum 100. Mal die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Zeitlebens waren beide engagierte und kampfentschlossenen Sozialisten und Antimilitaristen. Gerade deshalb genossen sie beide große Sympathien unter den Arbeiterinnen und Arbeitern. Karl Liebknecht (seit 1900 Mitglied der SPD) war von 1912 bis 1916 SPD-Abgeordneter im Reichstag. Gemeinsam mit Rosa Luxemburg waren sie Mitbegründer des am 11. November 1918 gegründeten Spartakusbundes und auch der zum Jahreswechsel 1918/1919 gegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Am 15. Januar 1919 wurden sie von faschistischen Reichswehrtruppen ermordet und ihre Leichen in den Landwehrkanal geworfen.

Alljährlich wird in Berlin zum Gedenken an die ermordeten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg demonstriert.
Der Kreisverband DIE LINKE. Lausitz hatte deshalb zum 12.01.2019 ebenfalls zur Ehrung von Karl und Rosa am Denkmal der Antifaschisten in der Puschkinpromenade in Cottbus aufgerufen. Knapp 50 Teilnehmer*innen waren dem Aufruf gefolgt. In seiner Rede betonte unser Kreisvorsitzender DIE LINKE.Lausitz, Matthias Loehr (MdL), besonders auch den Leidensweg, den beide für ihre Überzeugungen hinter sich bringen mussten. Für ihren energischen Kampf für Frieden, gegen Krieg und Aufrüstung, gegen Ausbeutung und Unterdrückung ehren und achten sie auch heute noch Millionen Menschen in Europa und auf der Welt.

Peter Ehrentreich
Vorsitzender OV Spremberg                                                                                               Fotos: Frithjof Newiak