Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Spremberg / Grodk - 2020


LINKS:   Politik kurz & knapp    |    Ortsvorstand    |    Termine    |    Fraktion SVV    |


Birgit Kaufhold

Neue Anlaufstelle in der Lausitz

Europäisches Regionalbüro in Spremberg eröffnet

Am Freitag, dem 13. März, eröffnete Helmut Scholz (MdEP) sein europäisches Regionalbüro in der Spremberger Bauhofstr. 1.

Vor der offiziellen Eröffnung wurde eine kleine Delegation der LINKEN von der Spremberger Bürgermeisterin und Sprecherin der Lausitzrunde, Christine Herntier, und Bürgermeistern der Lausitzrunde im Spremberger Rathaus empfangen. Helmut Scholz nutzte die Gelegenheit, sich vorzustellen und gleichzeitig auf konkrete Maßnahmen, die Lausitz und natürlich die EU betreffend, einzugehen. Diskutiert wurde z.B. über eine mögliche Europäische Löschflugzeugstaffel in Welzow in Verbindung mit einem noch nicht vorhandenen, aber notwendigen, Europäischen Ausbildungs-, Trainings- und Forschungszentrum für Katastrophenfälle und über das „Referenzkraftwerk Lausitz“ im Industriepark Schwarze Pumpe.

Schnell war man sich darüber einig, dass das neue Büro im Zentrum der Lausitz ein willkommener Anlaufpunkt, vor allem für die Akteure des Strukturwandels, sein wird. Erste „Hausaufgaben“ wurden Helmut Scholz mit auf den Weg gegeben.

Eine anschließende Führung durch den gigantischen Industriepark Schwarze Pumpe mit ca. 120 Firmen und ca. 5200 Beschäftigten durch die Geschäftsführer der ASG Spremberg GmbH machte die grenzübergreifende Bedeutung des größten Brandenburger Wachstumskerns als Zentrum des Strukturwandels in der Lausitz deutlich.

Der offizielle Empfang im neuen Büro wurde verbunden mit einer Ausstellung der Spremberger Hobby-Malerin Sylvia Willig- Nowak. Sie stellt hauptsächlich Naturbilder aus, wofür sie unterschiedliche Maltechniken verwendete.

Helmut Scholz im Wahlkreis unterwegs - Berichte vom Lausitz-Tag
   
   Station 1       Station 2       Station 3

Birgit Kaufhold

Zum Internationalen Frauentag

Ein Sternchen für die Spremberger*innen?!

Die Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft ist nur scheinbar vollzogen, in zahlreichen Bereichen des Zusammenlebens sind die Stufen noch immer unterschiedlich hoch.
Die Art und Weise beispielsweise, wie wir kommunizieren, spielt eine wichtige Rolle. Mit unserer Sprache können wir Menschen bewusst- und auch unbewusst-ansprechen, sie aber ebenso mit den gleichen Worten ausschließen. Unsere Sprache ist geprägt von einer Vielzahl von Formulierungen, mit denen sich Frauen nicht angesprochen fühlen, durch die sie ausgeschlossen werden. Dieser ungleiche Sprachgebrauch ist den meisten Leserinnen und Lesern, aber auch den Verfasserinnen und Verfassern von Texten noch längst nicht bewusst und hat sich jahrhundertelang in uns verankert.
Deshalb weisen sowohl das Brandenburger Landesgleichstellungsgesetz als auch die Kommunalverfassung des Landes Brandenburg auf die sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern hin. Amts- und Funktionsbezeichnungen in einer Gemeinde sind für  Frauen in weiblicher und für Männer in männlicher Form zu führen.
Was sich diesbezüglich in der letzten Spremberger Stadtverordnetenversammlung abspielte, war für mich ein Zeichen dafür, dass einzelne  Abgeordnete in patriarchale Denkmuster und Verhaltensweisen  zurückgefallen sind bzw. ihnen noch nie zu entkommen versuchten.
Nachdem der Vorsitzende der SVV nach der Pause -selbstverständlich- die Einwohnerinnen und Einwohner begrüßte, wies ich im Verlauf der Veranstaltung darauf hin, dass in einer Beschlussvorlage die geschlechtergerechte Sprache nicht, wie vorgeschrieben, eingehalten wurde.  Auch der Hinweis, eine im Text verwendete männliche Form enthielte alle Geschlechter, widerspricht dem Grundgedanken einer geschlechtergerechten Sprache.
In diesem Moment hatte ich mich nicht als Bittstellerin, sondern eher als Hinweisende zwecks Korrekturveranlassung seitens der Verwaltung  verstanden. Was dann folgte, sollte eine große Signalwirkung haben:
Abgeordnete  reagierten mit „mittlerweile ausufernden Verfahren“, „Verstümmelungen von Sätzen“ und von „Sinnlosigkeit“ und es folgte die Frage, in wessen Horn mit geschlechtergerechter Sprache wohl geblasen wird. Wir hätten doch in unserem Land mehr als Gleichberechtigung durchgesetzt.

In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass Frauen in Deutschland durchschnittlich 21 Prozent weniger Geld verdienen als Männer und fast doppelt so häufig im Niedriglohnsektor arbeiten. Frauen sind, durch Unterbrechungen der Erwerbsbiografien wegen Kindererziehung, Pflege und Arbeitslosigkeit, aber auch durch Teilzeitbeschäftigung,  häufiger von Altersarmut bedroht, und selbst in unserem Stadtparlament ist der Frauenanteil seit dem jüngsten Mandatswechsel von 25,9 % auf nur 29,6 % gestiegen. Damit liegt Spremberg unter dem schlechten Durchschnitt des Brandenburger Landtags mit 31,8 % und dem Bundestag mit 31,2 %.

Eine Abgeordnete äußerte, dass sie die geschlechtergerechte Schreibweise mit den schier unzähligen Anhängen hinten dran furchtbar findet; sie hat nichts gegen die männliche Schreibweise, da diese als Sammelbegriff alle Personen, welchen Geschlechts auch immer, umfasst.
Letzteres verwundert mich, da es noch gar keine Einigung darüber gibt, welche Variante geschlechtergerechter Sprache überhaupt in unserer Stadt verwendet werden sollte. Verschiedene Möglichkeiten sind vorhanden und nach Auffassung des Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung sollten wir uns schnellstmöglich darüber verständigen, in welcher Form wir künftig auch

Sprembergerinnen und Spremberger, die Spremberger/-in,  Spremberger_innen, Spremberger*innen oder SprembergerInnen ansprechen möchten.

Der Frauenanteil in Deutschland liegt über 50 Prozent. Sie können jedoch nicht erwarten, dass ihre Interessen von Männern in den Parlamenten umgesetzt werden. Deshalb können wir, zumindest in Brandenburg, darauf setzen, dass im Januar 2019 das erste Paritätsgesetz auf Landesebene beschlossen wurde. Um dem schwindenden Frauenanteil im Parlament entgegenzuwirken, wurde die Quotierung von Wahllisten gesetzlich vorgeschrieben.
Leider gibt es unter der neuen Brandenburger Regierung -nach 30 Jahren (!)- kein Frauenministerium und somit keine Frauenministerin mehr, aber auch keine Landesgleichstellungsbeauftragte -ein starkes Symbol, gerade in Brandenburg! Man muss sich schon fragen, ob die Frauenpolitik in der neuen Koalition keine Priorität mehr hat.

Peter Ehrentreich

Die Spremberger AG Senioren von DIE LINKE. Lausitz

Schwerpunktaufgaben für das erste Halbjahr und Vorbereitung der Brandenburgischen Seniorenwoche in Spremberg im Juni 2020

Dienstag, 04. Februar 2020. Um 10 Uhr trafen sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Senioren vom Spremberger Ortsverband DIE LINKE. Lausitz. Neu ist der Beschluss der AG sich zukünftig immer um 10 Uhr vormittags, jeweils am ersten Dienstag eines Jeden Monats zu treffen. So begann am 04. Februar 2020, um 10 Uhr ihre zweite Beratung für dieses Jahr. Zu Gast war dieses Mal, neben dem Ortsvorsitzenden Peter Ehrentreich, auch die neugewählte Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt Spremberg, Dr. Ilona Schulz. Ihr Thema war die Integration der AG Senioren für die Vorbereitung der 27. Brandenburgischen Seniorenwoche, die im Juni 2020 auch in unserer Stadt Spremberg stattfinden wird. Es gab zahlreiche Ideen und Hinweise und auch konkrete Aufgabenstellungen für die Vorbereitung. Ein Thema wird dabei auch 30 Jahre Deutsche Einheit sein. So viel sei an dieser Stelle schon Mal verraten.
Weiterhin beriet sich die AG Senioren aber auch über die konkrete Umsetzung der politischen Aufgaben innerhalb des LINKEN Spremberger Ortsverbandes. Dabei standen solche Themen, wie der Internationale Frauentag, der Erste Mai und der Achte Mai – Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus durch die Rote Armee, sowie auch andere innerparteiliche und kulturelle Höhepunkte auf der Tagesordnung. Jede Hand wird gebraucht, um das Leben in unserem Begegnungszentrum niveauvoll zu gestalten und dadurch auch die politische Arbeit unseres Ortsverbandes in unserer Stadt zu unterstützen. Nächster Treff ist am Dienstag, den 03. März 2020, um 10 Uhr im Begegnungszentrum vom Ortsverband Spremberg, in der Bauhofstraße 1, 03130 Spremberg.

Peter Ehrentreich

Spremberg gedenkt der Opfer des Holocaust

75. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945

Seit 2005 ist der 27. Januar auch ein Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Als Internationaler Gedenktag wurde er von den Vereinten Nationen zum 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eingeführt. Am 27.01.2020 gedachten wir der Opfer des deutschen Faschismus aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945. Katja Kipping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE, betonte aus diesem Anlass „ . . . Das Wiedererstarken der Rechten und ihres Geschichtsrevisionismus erfordert mehr denn je, sich den Ursachen der Gräuel der Vergangenheit bewusst zu werden. . . . Ein entscheidender Beitrag dazu ist gute politische Bildung. Wir müssen es Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sich intensiv mit der Geschichte zu befassen, um die Geschehnisse der Vergangenheit besser verstehen zu können. Dazu gehört auch, allen Schülerinnen und Schülern die kostenlose Teilnahme an Gedenkstättenfahrten zu ermöglichen.[1]

Der Tag, an dem keine Zeitzeugen mehr berichten können, kommt immer näher. Umso wichtiger ist es also unsere Geschichte wachzuhalten und auch durch unser gemeinsames Gedenken an die Opfer des Holocaust immer wieder an unsere eigene schreckliche Vergangenheit in der deutschen Geschichte zu erinnern. Deshalb schlossen sich auch Abgeordnete der Stadtverordnetenvollversammlung Spremberg und Bürgerinnen und Bürger von Spremberg am 27. Januar 2020, um 14 Uhr dem Aufruf der Stadt Spremberg zu einem stillen Gedenken an die Opfer des Holocaust an und legten gemeinsam Blumen und Kränze am Spremberger Denkmal für die Opfer des Faschismus auf dem Georgenberg und am GOSDA-Gedenkstein für 28 von der SS ermordete KZ Häftlinge auf dem Waldfriedhof Spremberg nieder.

Von Bürgerinnen kritisch angemerkt wurde die ausgewählte Uhrzeit (14 Uhr), bei der viele Bürgerinnen und Bürger noch im Arbeitsverhältnis stehen und ihnen somit die Gelegenheit genommen ist, sich dem Aufruf der Stadt anzuschließen.

Fotos: Peter Ehrentreich
Spremberg, 27.01.2020
Zitatquelle: [1] https://www.die-linke.de/nc/start/presse/detail/zum-75-jahrestag-der-befreiung-des-kz-auschwitz/

. . . Infos dazu von der Fraktion LSG in der SVV Spremberg . . .

27. Januar - Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust in Spremberg

Bürgerinnen und Bürger, Abgeordnete der SVV auch Mitglieder des Spremberger Ortsverbandes DIE LINKE. Lausitz zum stillen Gedenken der Opfer des Faschismus

Wir rufen Sie alle auf, beteiligen Sie sich an dem stillen Gedenken der Stadt Spremberg, am 27.01.2020, um 14 Uhr auf dem Georgenberg und um 14:30 Uhr auf dem Waldfriedhof, am GOSDA-Gedenkstein.

Vor 75 Jahren, am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die noch wenigen überlebenden Gefangenen im Konzentrationslager Auschwitz. Bundesweit ist dieser Jahrestag seit 1996 gesetzlich verankerter Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Im Jahre 2005 haben ihn die Vereinten Nationen zusätzlich zum internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt.  Der faschistische industrielle Massenmord, dieser Rassismus und diese Menschenverachtung bleibt unvergessener Teil unserer deutschen Geschichte und darf sich nie nie wiederholen. Deshalb ist es immer wieder notwendig sich an diese Geschichte zu erinnern und nachfolgende Generationen darüber immer wieder aufzukären und gemeinsam mit ihnen diesen Tag des Gedenkens gemeinsam zu begehen.

Unsere Bürgermeisterin lädt daher alle Bürger*innen zum stillen Gedenken ein. Hier der Wortlaut:
 

aus Anlass des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus finden am 27. Januar 2020 zwei stille Kranzniederlegungen statt:

  1. Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus auf dem Georgenberg, Beginn: 14.00 Uhr
  2. Gedenkstein Gosda auf dem Waldfriedhof, Beginn: 14.30 Uhr

Veranstalter der Kranzniederlegungen ist die Stadt Spremberg.
Seitens des Veranstalters wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es ausschließlich dem Veranstalter, Körperschaften des öffentlichen Rechts, Religionsgemeinschaften und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. sowie der Stadtverordnetenversammlung und deren Teilen gestattet ist, mit einer Inschrift versehene Kränze oder Blumengebinde im Rahmen dieser Gedenkveranstaltung niederzulegen. Die beabsichtigte Niederlegung von Kränzen oder Blumengebinden von Dritten ist nur gestattet, wenn diese keine Inschrift aufweisen. Ausnahmsweise sind Kränze und Blumengebinde mit allgemeinen Gedenkinschriften ohne Bezugnahme auf die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppierung oder Vereinigung zulässig.
Die öffentliche Einladung wird auch im Amtsblatt für die Stadt Spremberg am 24.01.2020 veröffentlicht.
Der 27. Januar wurde am 03.01.1996 durch Proklamation des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt:
„1995 jährte sich zum 50. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges und der national-sozialistischen Gewaltherrschaft. In diesem Jahr haben wir uns in besonderer Weise der Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns und Völkermordes erinnert und der Millionen Menschen gedacht, die durch das nationalsozialistische Regime entrechtet, verfolgt, gequält oder ermordet wurden. Symbolhaft für diesen Terror steht das Konzentrationslager Auschwitz, das am 27. Januar 1945 befreit wurde und in dem vor allem solche Menschen litten, die der Nationalsozialismus planmäßig ermordete oder noch vernichten wollte. Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken. Ich erkläre den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus"