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18. Mai 2016 Sebastian Walter

Keine Armut im Alter: Menschen sind wichtiger als Versicherungsprofite

Zur aktuellen Rentendebatte erklärt der stellvertretende Landesvorsitzende, Sebastian Walter:

„Über 6.500 Menschen erhalten in Brandenburg Grundsicherung im Alter. Das bedeutet, dass diese Menschen von Altersarmut betroffen sind – und die Tendenz steigt deutlich! Die gesetzliche Rente wurde durch alle Bundesregierungen der letzten Jahrzehnte geschliffen. Frühverrentungen von Hartz IV-Betroffenen, die Rente mit 67 und die weitere jährliche Förderung der Riesterrente mit über drei Milliarden Euro im Jahr sind ein Hohn für die Betroffenen.

Inzwischen sind alle Generationen von Altersarmut bedroht. Scheindebatten über ein höheres Renteneintrittsalter und die weitere Förderung der Riester-Rente gehen am Problem vorbei und sind absurd. Es muss endlich wieder eine Selbstverständlichkeit sein, dass Menschen nach der Arbeit von ihrer Rente sorgenfrei leben können und nicht in Armut geraten.

Das ist die Verantwortung der Politik – entgegen dem Profitstreben der privaten Versicherungsbranche. An einer Wiederanhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent führt deshalb kein Weg vorbei. Die Stärkung der gesetzlichen Rente ist für die Beschäftigten nachhaltiger als ein Festhalten am intransparenten und ungerechten Drei-Säulen-Modell.“